Krankenhausreform

Gaß: „Die GKV verkennt die Lage“

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Gaß: „Die GKV verkennt die Lage“
© Regina Sablotny

Der GKV-Spitzenverband hat gestern seine Schlussfolgerungen aus der Corona-Krise präsentiert – die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) reagiert mit Unverständnis. GKV-Spitzenverband drängt auf eine Reform der Krankenhauslandschaft und -finanzierung und fordert bundesweite Qualitätsvorgaben. Der Kassenverband geißelte außerdem einmal mehr die Krankenhausplanung der Länder. 

Mit seinen Überlegungen zur Krankenhausversorgung nach der Corona-Pandemie ziehe der GKV-Spitzenverband falsche Schlüsse, entgegnet nun die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). Zudem verkenne die Kassenlobby die Leistungsfähigkeit der deutschen Krankenhäuser, gerade im internationalen Vergleich. „In Deutschland konnten alle Patienten jederzeit versorgt werden. Zudem konnten die  Krankenhäuser Patienten aus europäischen Nachbarstaaten versorgen. Diese Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems und der Kliniken ist weltweit wahrscheinlich einzigartig“, erklärte Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG.

Ein reiner Vergleich mit den Vorjahreszahlen verschweige die Preissteigerungen und die Lohnentwicklung. Preisbereinigt habe die GKV in der größten Gesundheitskrise der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg weniger für die stationäre Versorgung ausgegeben, als im Vorjahr. In die Gesamterlössumme müsste der GKV-Spitzenverband zudem auch für 2019 ambulante Erlöse und Wahlleistungseinahmen einrechnen. Die Mehrausgaben für beispielsweise Schutzausrüstungen mindern ebenfalls die Erlössituation gravierend, schreibt die DKG.

Auch auf den von der GKV vorgebrachten Vorwurf, nur ein kleiner Teil der Krankenhäuser habe an der Corona-Versorgung teilgenommen, reagierte die DKG. „Weit mehr als 1.000 Kliniken haben Corona-Prämien erhalten. Sie waren also direkt an der Versorgung von Corona-Patienten beteiligt. Zudem gab es in regionalen Netzwerken klare Absprachen, wer Corona-Patienten aufnimmt und wer als Entlastung für diese Corona-Krankenhäuser zur Verfügung steht“, sagte Gaß. Diese Zusammenarbeit ging bis zu den Reha-Kliniken und habe wesentlich dazu beigetragen, dass die Versorgungsituation in Deutschland hochwertig blieb.
 

Autor

 Jens Mau

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