Sanierung und Neubau

Gesundheitscampus Merheim der Kliniken Köln nimmt Form an

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Visualisierungen Gesundheitscampus Merheim
Visualisierungen Gesundheitscampus Merheim © Kliniken Köln / Citrus3D

Die Kliniken der Stadt Köln treiben den Aufbau ihres geplanten Gesundheitscampus Merheim voran. Das geht aus einer Mitteilung des kommunalen Klinikverbunds hervor. Der Campus soll die Standorte Merheim, Holweide und das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße zusammenführen und damit die Versorgung in Köln neu ordnen.

Die Grundlage des Projekts bilden ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2023 sowie Fördermittel des Landes Nordrhein‑Westfalen in Höhe von 250 Millionen Euro, die Ende 2024 zugesagt wurden. Ziel ist eine spezialisierte und wirtschaftlich tragfähige Maximalversorgung für die Region.

Konzentration der Leistungen in Merheim

Mit der Neustrukturierung reagieren die Kliniken auf veränderte Anforderungen im Krankenhauswesen. Dazu zählen der Fachkräftemangel, der demografische Wandel und der Anstieg ambulanter Behandlungen. Die Planungen berücksichtigen künftige Hybrid‑DRG. Die Zahl der Planbetten soll um 22 Prozent sinken. Gleichzeitig entstehen prozessoptimierte Behandlungsbereiche, die stärker auf Ambulantisierung ausgelegt sind.

Das Bettenhaus in Merheim wird seit 2025 umfassend saniert. Dazu gehören OP‑Bereiche, Notaufnahme, Radiologie und Normalpflegestationen. Erste modernisierte Stationen sollen Ende 2026 fertig sein. Ein neues zentrales Patientenmanagement soll Abläufe vor Eingriffen vereinfachen.

Neubauten für Kinder- und Notfallversorgung

Der Campus soll ein neues Kinderkrankenhaus erhalten. Es bündelt ein integriertes Kindernotfallzentrum, Spezialambulanzen, Kinderradiologie und ein Perinatalzentrum Level 1. Ein geplanter Erweiterungsbau bietet weitere OP‑Kapazitäten sowie Bereiche für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Für künftige Krisen wollen die Kliniken vorsorgen. Vorgesehen sind moderne Isolations- und Dekontaminationsbereiche sowie eine telemedizinische Vernetzung mit Rettungsdiensten und anderen Einrichtungen. Unter dem Erweiterungsbau ist eine zweigeschossige Tiefgarage geplant, die im Bedarfsfall als unterirdisches Krisenzentrum genutzt werden könnte. „Dieses Vorhaben ist geplant und stößt auf große Zustimmung bei Entscheider*innen auf Landes- und Bundesebene“, heißt es. Die Finanzierung ist jedoch noch offen.

Nachhaltige Bauweise und Zeitplan

Die Neubauten sollen ökologische Standards erfüllen. Dazu zählen begrünte Solardächer, Holzhybrid‑Bauweise und Anlagen zur Wärmerückgewinnung. Elemente des Schwammstadt‑Konzepts sollen Regenwasser speichern und Freiflächen klimatisch entlasten.

Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2031 vorgesehen. Das neue Service- und Logistikzentrum soll bis 2033 folgen. Die Bruttogeschossfläche für Kinderkrankenhaus und Erweiterungsbau liegt bei rund 95.000 Quadratmetern.

cs

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