Diskussionspapier

Industrieverband BVMed fordert mehr Kompetenz für Pflegekräfte

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Industrieverband BVMed fordert mehr Kompetenz für Pflegekräfte
© Getty Images/Sascha Schuermann/Freier Fotograf

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat ein 7-Punkte-Diskussionspapier zur technischen Unterstützung von Pflegekräften publiziert. 
Der Verband knüpft mit dem Papier an die Diskussion über bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege an. Es ist ein Thema, das auch im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung im Fokus steht. Zu den BVMed-Vorschlägen gehören ein Investitionsprogramm zu pflegeunterstützenden Technologien, die Verdopplung des 4-prozentigen Zuschlags für pflegeentlastende Maßnahmen der Krankenhäuser, die Ausweitung der DiPA-Definition um digitale Hilfsmittel sowie eine Initiative „attraktiver Arbeitsplatz Pflege“. Außerdem fordert der BVMed strukturierte Weiterbildungsprogramme mit Schwerpunkt auf Digitalisierung. Der Einsatz moderner Medizintechnologien könne auch zu einer Erweiterung der Kompetenz- und Tätigkeitsbereiche in der Pflege beitragen, erklärt der Verband. 

Die sieben Vorschläge des BVMed im Einzelnen: 

1. Investitionsprogramm „Pflegeunterstützende Technologien“

Analog zum Krankenhausstrukturfonds sollen zusätzliche Mittel zur Unterstützung der pflegerischen Tätigkeit bereitgestellt und ein weiterer Fonds mit ähnlicher Zielsetzung für die ambulante Versorgung aufgesetzt werden.

2. Ausweitung der pflegeentlastenden Maßnahmen

Die Einführung des Pflegebudgets im letzten Jahr erlaubt es bereits, pflegeentlastende bzw. pflegesubstituierende Maßnahmen im Krankenhaus erhöhend im Pflegebudget zu berücksichtigen. Das schließt den Einsatz technischer Lösungen mit ein.

3. Ausweitung der DiPA-Definition 

Digitale Pflegeanwendungen (DiPA) sollen auch digitale Hilfsmittel umfassen; die Verankerung zusätzlicher Mittel im SGB XI soll zudem ermöglicht werden, damit ihr Leistungsanspruch auf das stationäre Umfeld ausgeweitet werden kann. 

4. Initiative „Attraktiver Arbeitsplatz Pflege“

Gesundheitseinrichtungen, die durch technische Ausstattung besondere Qualitätsstandards bei der Weiterbildung, oder dem Arbeitsschutz aufweisen, sollten öffentlich ausgewiesen werden. 

5. Weiterbildungsprogramme mit Schwerpunkt Digitalisierung

Die Etablierung neuer einheitlicher Fachweiterbildungsmöglichkeiten sowie eine entsprechende Ergänzung des Rahmenausbildungsplans sollen Pflegenden systematisch technologie- und digitalisierungsbezogene Kompetenz vermitteln. 

6. Einbindung qualifizierter Gesundheitsberufe in Versorgungskonzepte

Versorgungskonzepte, die nicht-ärztliche Leistungsbringer stärken, sollen im SGB V verankert werden.

7. Dialogforum „Interprofessionelle Zusammenarbeit“

Eine moderierte berufspolitische Diskursplattform könnte Antworten hinsichtlich der möglichen Neujustierung der Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen und damit auch bezüglich der Rolle von nicht-ärztlichem Fachpersonal, wie z. B. Pflegenden, geben.

Autor

 Jens Mau

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