Titelthema f&w 7/2020

Klinikeinkauf in der Krise

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Klinikeinkauf in der Krise

Corona hat den Klinikeinkauf vor eine Prüfung gestellt. Kleinere Lieferengpässe gab es schon in früheren Jahren. Doch nie zuvor wurde so deutlich, wie fragil die globalen Lieferketten sind. Aus Centprodukten wurden plötzlich rare Güter. Wie konnte es so weit kommen – und was bedeutet das für die Zukunft des Klinikeinkaufs? Das Titelthema der neuen Ausgabe von f&w.

 

Es war Januar, als Michael Dischinger klar wurde, dass es eng wird. „Unser Hauptlieferant konnte uns zu diesem Zeitpunkt nicht mehr mit FFP2-Masken versorgen“, erzählt der Einkaufsleiter des St.-Antonius-Hospitals in Eschweiler, ein Haus mit 398 Betten. In normalen Zeiten braucht das Krankenhaus etwa 300 Masken pro Monat. Dischinger machte sich auf die Suche. Doch erst bei Ebay wurde er fündig. Eigentlich ist Ebay für ihn keine Quelle für Material. „Aber ich hatte ja keine andere Wahl.“ Seine Stammlieferanten hatte er bereits abgefragt und auch sonst gab es keine anderen Angebote. Er kaufte 500 Masken und dachte, dass er damit erst einmal gut versorgt sein würde. Doch dann ging es erst richtig los.

Denn nicht nur Dischinger hatte Probleme, sich mit dem nötigen Material einzudecken. Genau wie seinem Haus ging es auch den anderen 1.925 Kliniken in Deutschland, die nahezu zeitgleich vor der Frage standen, wie sie ihren Bedarf decken und sich für eine Pandemie rüsten können, deren mögliche Ausmaße zu dem damaligen Zeitpunkt nicht abschätzbar waren. Das Hamstern begann, der Markt für Masken war nahezu leer gefegt. Dischinger musste sich etwas ausdenken. Jeder, der jemanden in China kannte und dort Geschäftskontakte vermitteln konnte, wurde aktiviert. Gleichzeitig traten immer mehr Zwischenhändler auf den Markt, die plötzlich Masken anboten. Auch dubiose.

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Plötzlich Mangelware - Der Klinikeinkauf muss neu denken

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