Enormer Kostendruck

Kliniken des Landkreises Lörrach ändern Strukturen

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Kliniken des Landkreises Lörrach ändern Strukturen
Kliniken des Landkreises Lörrach ändern Strukturen © Getty Images/Thanit Weerawan

Die Kliniken des Landkreises Lörrach und das St. Elisabethen-Krankenhaus werden in naher Zukunft tiefgreifende Umstrukturierungen vornehmen – deutlich vor dem Einzug in das neue Klinikum. Das soll alle Arbeitsplätze und die kommunale Trägerschaft sichern. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, eines enormen Kostendrucks und deutlich zurückgegangener Patientenzahlen, auch im Zuge der Pandemie, sind die Kreiskliniken unter erheblichen wirtschaftlichen Druck geraten. 

„Wir müssen die Strukturen in den vier Häusern zeitnah anpacken und Synergien, die im neuen Klinikum geplant waren, schon jetzt verwirklichen“, sagt Sascha Sartor, interimistischer Vorsitzender Geschäftsführer der Kreiskliniken.

Wie berichtet, werden wohl die Kreiskliniken und das Elisabethenkrankenhaus das Jahr 2022 voraussichtlich mit einem Defizit von 8,29 Millionen Euro abschließen. Grund für das Minus der Kliniken ist die Pandemie sowie der seit 2020 vorgeschriebene Pflegeschlüssel.

Erhalt aller Standorte und Arbeitsplätze

Bei den Umstrukturierungen geht es um den weiteren Abbau von Doppelvorhaltungen durch Verlagerung und Zusammenführung von Leistungen zwischen den vier Klinikstandorten in Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim. 

Vorgesehen ist die Zusammenführung von Schwerpunkt- und operativen stationären Angeboten an einem Standort, die Konzentration ambulanter und psychiatrisch-psychosomatischer Angebote an einem weiteren Standort sowie die Grund- und Regelversorgung in der Inneren Medizin inklusive Diabetologie in einem dritten Haus. Die Leistungen des St. Elisabethen-Krankenhauses bleiben nach bisherigen Erkenntnissen weitestgehend dort verortet.

Umsetzung im kommenden Jahr denkbar 

Nach einer Vorstellung des Konzepts im Aufsichtsrat der Kliniken gilt es nun, in vertiefende Prüfungen zu gehen, die Szenarien auszuformulieren und weitere Gespräche sowohl intern als auch mit externen Partnern zu führen. Eine Entscheidung über das neue medizinische Konzept könnte der Aufsichtsrat als verantwortliches Gremium seitens des Klinikträgers bereits im Dezember fällen. Denkbar wäre sodann eine Umsetzung im ersten Halbjahr 2023.

Autor

 Christina Spies

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