Das Klinikum Chemnitz und das Diakomed – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land haben mit der notariellen Unterzeichnung eines Verbundvertrags die Grundlage für einen gemeinsamen Klinikverbund geschaffen.
Wie das Klinikum Chemnitz mitteilt, ist der Start für die Zusammenarbeit für den 1. Februar 2026 geplant. Die finale Bestätigung steht demnach noch aus. Sie soll nach der Verabschiedung des Krankenhausplans und der Genehmigung zum Transformationsfonds durch das Sächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt erfolgen.
Bereits im Dezember 2025 hatte die Stadt Chemnitz einer 80-prozentigen Beteiligung des Klinikums Chemnitz an Diakomed zugestimmt. Mit dem Vertrag fixieren die Partner nun die gemeinsame Struktur für einen neuen kommunalen Verbund, der die Versorgung in Südwestsachsen langfristig stabilisieren und wirtschaftlicher gestalten soll. Der Zusammenschluss erfolgt vor dem Hintergrund der bundesweiten Krankenhausreform, die Konzentration und Spezialisierung vorsieht.
Strukturanpassungen bis 2027 geplant
Das Verbundkonzept reagiert auf demografische Veränderungen, Fachkräftemangel und die wirtschaftliche Lage vieler Kliniken in der Region. Beide Häuser wollen Doppelstrukturen abbauen und Leistungen neu verteilen. Die invasive Kardiologie, die (Tele-)Stroke Unit und die Gefäßchirurgie sollen von Hartmannsdorf an das Klinikum Chemnitz wechseln. Eine Neuordnung der Notfallversorgung wird geprüft. Diakomed soll sich als Elektivstandort für orthopädische Eingriffe und für die akutgeriatrische Versorgung weiterentwickeln.
Zunächst planen die Partner Synergien in den Dienstleistungsbereichen. Die Umsetzung der medizinischen Konzentration soll bis 2027 erfolgen. Ziel ist es, Behandlungskapazitäten an erfahrenen Standorten zu bündeln und gleichzeitig beide Häuser personell zu stabilisieren.
cs

