Hoher Investitionsbedarf

Klinikverbund Allgäu erwartet 2022 Millionenverlust

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 Klinikverbund Allgäu erwartet 2022 Millionenverlust
© iStock.com/dibrova

Der Klinikverbund Allgäu hat im vergangenen Jahr ein Plus von 2,85 Millionen Euro erzielt – 463.000 Euro mehr als im Jahr davor. Zwar ist Zahl der Patienten gestiegen, aber es gab weniger stationäre Aufenthalte. Wie der Münchener Merkur berichtet, ist in allen sechs Kliniken des Verbunds (Oberstdorf, Sonthofen, Immenstadt, Kempten, Ottobeuren und Mindelheim) das Leistungsniveau gesunken. 

Mindelheim traf es am härtesten: Die Leistungen gingen um 14,8 Prozent zurück, in Ottobeuren um 12,7 Prozent. Den Jahresbericht stellte Andreas Ruland, einer der vier Geschäftsführer, im Kreistag vor.

Personalnot wegen Corona

Die Corona-Krise bereitet Ruland dennoch Sorgen. Es komme zu Personalausfällen, die nur schwer händelbar seien. Dies wirke sich auch auf die Leistungserbringung aus, da die Betten durch Personalausfälle nicht voll belegt werden können.

Ausgleichszahlungen sind gesunken

Das Plus begründete Ruland damit, dass sich die Ausgaben für Investitionen in Grenzen hielten. Dies werde sich aber 2023 ändern. Ein hoher Investitionsbedarf steht an, den der Klinikverbund mit Eigenmitteln stemmen will. Ruland vermutet, dass der Klinikverbund das kommende Jahr nicht erfolgreich beschreiben könne.

Hier wäre ein entsprechender Inflationsausgleich für Personal-, Material- und Energiekosten seitens der Politik angemessen. Der Bund habe bereits für das Jahr 2022 seine Ausgleichszahlungen um 30 Prozent gekürzt, was einen Umsatzverlust von gut acht Millionen Euro nach sich zieht. Ruland spekuliert darauf, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in diesem Punkt noch nachjustiert.

Autor

 Christina Spies

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