Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf‑Stift hat seine Führungsstruktur grundlegend neu aufgestellt. Mit einem neu formierten Direktorium aus Geschäftsführung, Pflege und ärztlicher Leitung will das Haus klare strategische Impulse setzen.
Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift stellt die Führungsriege neu auf: Das dreiköpfige Krankenhausdirektorium bilden künftig der Geschäftsführer und Kaufmännische Direktor Fabian Linke, der Pflegedirektor Franz Josef Kravanja, der seit Januar im Führungsteam ist, sowie der Ärztliche Direktor Tim Strate. Das teilt das Krankenhaus mit.
Pflegedirektor Kravanja: Strukturen und Wertschätzung
Der 59-jährige Kravanja hat seine Laufbahn als Fachpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege begonnen. Nach Stationen am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel übernahm er leitende Funktionen in der Pflegedirektion und machte einen Masterabschluss im Gesundheitswesen. Er war als Pflegemanager am UKSH Kiel sowie als Pflegedirektor an mehreren großen Klinikstandorten tätig, zuletzt am Klinikum Itzehoe. Im St. Adolf-Stift möchte Kravanja die Pflege fachlich stärken und zugleich die Mitarbeitenden in ihrer täglichen Verantwortung unterstützen. „Pflege ist Teamarbeit. Gute Führung bedeutet für mich, Orientierung zu geben, zuzuhören und Entwicklung zu ermöglichen. Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag hochprofessionelle Arbeit – dafür brauchen sie verlässliche Strukturen und Wertschätzung“, sagt er.
Ärztlicher Direktor Strate: Wachstum und Spezialisierungen
Strate war zuvor Stellvertretender Ärztlicher Direktor und damit enger Partner von Stefan Jäckle, der Ende 2025 nach 25 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Seit 2008 ist er Chefarzt der Chirurgischen Klinik und war in dieser Zeit zugleich Stellvertretender Ärztlicher Direktor. Strate hat die Entwicklung der operativen Fächer in Reinbek geprägt und auf Wachstum sowie Spezialisierung ausgerichtet. Gemeinsam mit dem damaligen Kaufmännischen Direktor realisierte er 2011 den Neubau des Zentral-OPs und verdoppelte die Zahl der Operationssäle von vier auf neun. Parallel dazu stärkte Strate frühzeitig die Spezialisierung innerhalb der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Er gewann Experten für sein Team und etablierte Schwerpunktbereiche – vielfach mit Fokus auf die Tumorbehandlung. „Wir sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten nicht nur in die Breite gewachsen, etwa durch zusätzliche Betten und neue Fachabteilungen wie die Urologie, sondern haben uns zugleich immer weiter spezialisiert“, erklärt Strate.
Alle drei gehören zugleich der siebenköpfigen Krankenhausleitung an, zu der außerdem der Stellvertretende Ärztliche Direktor Timo Rath, Jan Friedrichs als OP-Manager sowie Leitung OP & Anästhesie Funktionsdienst, der Kaufmännische Leiter Wolfgang Buchholz und Ordensschwester Luise Wahrhausen gehören; die beiden letzteren gehörten bereits zuvor dem Gremium an.
Geschäftsführer Linke: Transformation und Ambulantisierung
Die Krankenhausleitung plant bereits weitere gezielte Entwicklungsschritte, um die Versorgungssicherheit in der Region im Zuge der aktuellen Krankenhausreform aktiv zu gestalten. „Mit dem Wegfall des benachbarten Krankenhauses Geesthacht und den bundesweiten Reformprozessen verändert sich die Versorgungslandschaft nachhaltig“, ergänzt Geschäftsführer Linke. „Wir sehen darin nicht nur eine Herausforderung, sondern eine klare Chance zur Weiterentwicklung. Unser Anspruch ist es, die Transformation aktiv zu gestalten und unser Haus strategisch weiter auszubauen. Dazu gehören die gezielte Stärkung unserer OP-Kapazitäten sowie eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung unserer Bettenstruktur.“ Ein zentraler Bestandteil dieser Weiterentwicklung sei die Ambulantisierung medizinischer Leistungen, um stationäre Kapazitäten dort einzusetzen, wo sie medizinisch notwendig sind, und gleichzeitig ambulante Potenziale sinnvoll zu nutzen.
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