Die Kreiskliniken Dillingen‑Wertingen haben das Schutzschirmverfahren beendet. Das teilte das Amtsgericht Nördlingen mit, das den Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt hat.
Mit der Aufhebung des Verfahrens kann die Klinikgruppe den angekündigten Neustart vollziehen. Die Gläubiger hatten dem Insolvenzplan bereits im Dezember 2025 ohne Gegenstimmen zugestimmt. Das Sanierungsteam um Geschäftsführer Maximilian Pluta setzte im vergangenen Jahr wesentliche Maßnahmen um. Pluta schied planmäßig zum 31. Januar aus der Geschäftsführung aus.
Quote von mehr als zehn Prozent
Als Sachwalter begleitete Martin Hörmann das Verfahren. Die Gläubiger können laut Mitteilung mit einer Auszahlung von mehr als zehn Prozent rechnen. „Aus Gläubigersicht wurde die bestmögliche Lösung erreicht. Das Schutzschirmverfahren ist nun aufgehoben und das Unternehmen kann die Chance für einen Neuanfang nutzen“, sagt Hörmann.
Weiterentwicklung unter neuer Leitung
Mit der Aufhebung des Schutzschirms handeln die Kreiskliniken wieder eigenverantwortlich. Der Betrieb der gGmbH wird unter dem bestehenden Rechtsträger fortgeführt. Seit Dezember 2025 arbeitet das Team unter der Leitung von Elke Frank und gemeinsam mit den politischen Gremien an der künftigen Ausrichtung der Häuser. Der Landkreis Dillingen a. d. Donau bleibt Träger der Einrichtung.
„Für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis ist es erfreulich, dass die Kreiskliniken weiterhin die Gesundheitsversorgung in der Region gewährleisten und eine klare Perspektive für die Zukunft haben“, erklärt Frank. Die Kliniken würden in den kommenden Monaten gezielt weiterentwickelt.
cs

