Rheinland-Pfalz

Vorwürfe gegen Landeskrankenhaus-Geschäftsführer entkräftet

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Vorwürfe gegen Landeskrankenhaus-Geschäftsführer entkräftet
Die anonymen Hinweise bezogen sich der Kanzlei zufolge auf Berichtspflichten des Geschäftsführers gegenüber dem Aufsichtsrat, die Trennung von Mitarbeitern, die Vergabe von Dienstleistungen und Bilanzen. © iStock.com/DNY59

Eine externe Kanzlei prüft anonyme Vorwürfe gegen das Landeskrankenhaus mit seinen 30 Standorten und gegen seinen Geschäftsführer. Das Ergebnis ist nun da.

Der Geschäftsführer des Landeskrankenhauses in Rheinland-Pfalz ist vom Vorwurf angeblicher Missständen bei der Personalführung entlastet worden. Eine externe Kanzlei war eingesetzt worden, um die anonym vorgebrachten Vorwürfe gegen Alexander Wilhelm zu untersuchen. 

Die Kanzlei habe jeden Stein umgedreht, um sich ein umfassendes Bild über die Vorgänge zu machen und den Geschäftsführer nun entlastet, erklärte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD). Der Aufsichtsrat habe daraufhin beschlossen, Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Wilhelm zu führen. Der SWR und die "Rhein-Zeitung" hatten zuvor darüber berichtet.

Kein Verstoß gegen Gesetze

Die anonymen Hinweise bezogen sich der Kanzlei zufolge auf Berichtspflichten des Geschäftsführers gegenüber dem Aufsichtsrat, die Trennung von Mitarbeitern, die Vergabe von Dienstleistungen und Bilanzen. Bei der Prüfung habe kein Verstoß gegen Gesetze festgestellt und auch kein Schaden nachgewiesen werden können.

Das Landeskrankenhaus ist der größte Krankenhausträger im psychiatrisch-psychotherapeutischen und neurologischen Bereich in Rheinland-Pfalz. Es gibt mehr als 5.400 Beschäftigte an 30 Standorten. Aufsichtsratsvorsitzende ist die Staatssekretärin im Landesgesundheitsministerium, Nicole Steingaß (SPD). 

Finanzielle Probleme bleiben

Das Landeskrankenhaus kämpft mit finanziellen Problemen und rechnet mit einem Millionenverlust für das abgelaufene Geschäftsjahr. Nach Angaben von Steingaß beläuft sich das prognostizierte Defizit des Landeskrankenhauses für das Geschäftsjahr 2025 auf 11,8 Millionen Euro. Vier von fünf Einrichtungen seien defizitär. Es würden vor allem Personalkostensteigerungen zu Buche schlagen.

dpa

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