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Ex-Asklepios-Manager übernimmt St. Franziskus-Hospital Winterberg

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Ex-Asklepios-Manager übernimmt St. Franziskus-Hospital Winterberg
© GettyImages/mediaphotos

Das insolvente Krankenhaus St. Franziskus-Hospital Winterberg hat einen neuen Investor: Die AccuMeda Management GmbH mit Sitz in Friedrichsdorf soll neuer Eigentümer des Akutkrankenhauses werden. Die Zukunft der Klinik und die Arbeitsplätze der rund 200 Mitarbeiter seien damit gesichert, teilt das Klinikum mit.

Nach fast zwei Jahren sei das Krankenhaus endlich wieder in der Bevölkerung angekommen, betonte Klinikgeschäftsführer Andreas Pulver. Die hohe Akzeptanz sowie die medizinische und pflegerische Qualität habe auch den Investor überzeugt.

Man habe die Zeit genutzt, innerbetriebliche Strukturen neu aufzustellen und Prozesse zu optimieren, sagte der Generalbevollmächtigte des Krankenhauses, Rechtsanwalt Dr. Christoph Niering (Kanzlei Niering Stock Tömp). Auf betriebsbedingte Kündigungen habe man während des Insolvenzverfahrens verzichten können. 

Sofern die Gläubiger in den nächsten Wochen dem Insolvenzplan zustimmen, werde Elmar H. Willebrands Unternehmen, die AccuMeda Management GmbH, neuer Eigentümer des St. Franziskus-Hospital Winterberg. Bevor Willebrand sich 2008 mit seinem eigenen Unternehmen selbständig machte, verantwortete er als Konzerngeschäftsführer der Asklepios Gruppe mehr als 80 Klinik-Akquisitionen, unter anderem die Privatisierung der sieben Hamburger Kliniken des LBK mit 12.000 Mitarbeitenden und 750 Millionen Euro Umsatz. Derzeit gehören zum AccuMeda Management Kliniken und Gesundheitseinrichtungen mit insgesamt über 1.000 Krankenhausbetten und rund 3.000 Mitarbeitenden.

Die wichtigste Botschaft für die Belegschaft verkündete Elmar Willebrand umgehend: „Alle Beschäftigten werden eins zu eins und zu den existierenden Konditionen übernommen.“ Auch wenn aus rechtlichen Gründen, der neue Eigentümer nicht Mitglied bei der bisherigen (kirchlichen) Zusatzversorgung werden könne, wolle er allen Arbeitnehmern eine „gleichwertige Zusatz- und Altersversorgung“ anbieten. Der Krankenhausexperte strebt daneben auch eine Intensivierung der Kooperationen mit den niedergelassenen Ärzten „im Wege einer durchgehenden therapeutischen Kette“ an. Großen Stellenwert räume Willebrand auch der Digitalisierung der Krankenhausprozesse ein. 

Autor

 Christina Spies

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