Jahresbilanz

Regiomed-Kliniken im Aufwärtstrend

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Regiomed-Kliniken im Aufwärtstrend
© Pixabay/geralt

Die Regiomed-Kliniken haben ein Konzernminus von 2,9 Millionen Euro für das Jahr 2021 eingefahren, wie der Gesundheitskonzern mitteilt. Trotz Defizit blicken die Kliniken positiv in die Zukunft: Seit Jahren bewegen sich die Zahlen in Richtung schwarze Null (2020: -6,7 Millionen Euro, 2019: -9,5 Millionen Euro, 2018: -25,1 Millionen Euro). Für das Jahr 2022 erwarte der Konzern sogar einen Überschuss von 3 Millionen Euro. Die EBITDA Marge habe sich aufgrund des besseren Betriebsergebnisses von 0,32 Prozent auf 1,18 Prozent gesteigert. 

In den Jahren 2015 bis 2018 hatten die Regiomed-Kliniken an wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit verloren. Der Substanzverzehr habe laut des Konzerns in den vergangenen Jahren insgesamt bei über 40 Millionen Euro gelegen, eine reale Insolvenzgefahr konnte im Jahr 2019 abgewendet werden. In den letzten dreieinhalb Jahren folgten Strukturveränderungen, medizinische Schwerpunktbildungen und Spezialisierungen sowie eine umfassende Neuausrichtung des Gesundheitsverbundes, der in kommunaler Trägerschaft geführt wird und 2008 gegründet wurde. 

Insgesamt wurden im Jahr 2021 53.225 Patient:innen in den Regiomed-Kliniken stationär behandelt (2019: 65.818, pandemiebedingt 2020: 52.958), knapp 100.000 ambulant und 10.000 vorstationär. Die Umsätze aus diesen Leistungen konnten dabei um 18,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden und lagen bei 418,2 Millionen Euro (2020: 399,5 Millionen Euro), die Erlöse aus Krankenhausleistungen stiegen - ohne Corona-Ausgleichszahlungen und Ganzjahresausgleich - um 10,3 Millionen Euro (+4 Prozent). Insgesamt reduzierten sich in 2021 die Corona-Zahlungen um 10 Millionen Euro von 35,8 auf 25,6 Millionen Euro. 

Die Risikovorsorge (Rückstellungen und Forderungsausfallrisiken) konnte um 3 Millionen Euro erhöht werden. Der Personalaufwand wurde um 12,8 Millionen Euro gesteigert und lag 2021 bei 266,5 Millionen Euro (2020: 253,7 Millionen Euro). Der Materialaufwand lag 2021 bei 93 Millionen Euro (2020: 91,9 Millionen Euro), die Abschreibungen stiegen von 16,8 auf 17,1 Millionen Euro und die sonstigen Aufwendungen von 41,7 auf 42,1 Millionen Euro. 

Die Zahlen stimmen den Konzern zuversichtlich. Dennoch sei das Ziel der strategischen Neuausrichtung noch nicht erreicht, heißt es. Themen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel, Umsetzung der Medizinstrategie 2030 und Ambulantisierung stehen weiterhin auf der Agenda der Regiomed-Kliniken. Hinzu kommt das Neubauprojekt in Coburg, das aktuell mit 430 Millionen Euro veranschlagt wird. Die förderfähigen Kosten betragen 328 Millionen Euro, das entspricht 76 Prozent der Baukosten und 24 Prozent Eigenanteil. Eine Zusage für das Bauprojekt sowie die Aufnahme in das Bayerische Krankenhausbauprogramm stehe aktuell noch aus. 

Autor

 Anika Pfeiffer

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