Corona-Tagebuch

Safety II in Action

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Safety II in Action

Corona, jetzt ist Zeit für „Safety II in Action“! Vermutlich wird sich der eine oder andere fragen, was das denn jetzt wieder ist. Wir haben alle in den letzten Wochen erlebt, dass vieles in dieser Krise gut, anderes aber auch schlecht gelaufen ist. Hier bei uns in Deutschland ist es üblich, zuerst die Fehler in den Fokus zu nehmen, zu analysieren, welche Ursachen diesen zugrunde lagen und zu überlegen, was wir daraus lernen können. Safety I beschreibt genau diesen Ansatz: „Aus Fehlern lernen“, „lessons to learn“.

Wir dürfen die Geschehnisse aber auch mal ganz anders betrachten: Was können wir aus der aktuellen Krise lernen? Wie können wir das Lernen nutzen, um unser zukünftiges Arbeiten zu verbessern? Sammeln Sie und schreiben Sie sich auf, was in Ihrem Arbeitsumfeld oder in Ihrer Organisation gut gelaufen ist. Ich glaube, dass es jetzt sehr bedeutsam ist, diese Reaktionen, Handlungen oder neuen Methoden zusammenzuführen, denn diese Inhalte kann man zukünftig verstärkt für die weitere Organisationsentwicklung nutzen – Safety II eben. Ein Beispiel: Vielleicht haben Sie in der Vergangenheit bei einer Morbiditäts- und Mortalitätskonferenz bewusst einen Fall besprochen, der sich unerwartet positiv entwickelt hat?

Positiv aufgefallen ist mir in den vergangenen Wochen die unglaubliche Flexibilität in allen Bereichen: Es galt, neue Wege innerhalb des Krankenhauses für die Patientenversorgung zu finden, neue Verantwortlichkeiten zu verteilen und Mitarbeiter zu informieren – und das hat funktioniert! Manchmal wurden auch schnell die Rollen gewechselt – die Mitarbeiter konnten das gut annehmen. Und wenn es aufgrund der Lernkurve nach einigen Tagen wieder zu Veränderungen für alle Beteiligten kam, dann ging das auch.
„Informationen aufnehmen, Mitarbeiter beteiligen und gemeinsam entscheiden“, diese Devise war sicherlich in dieser Krise ein weiterer Erfolgsfaktor für die schnelle Reaktion. „Flatten hierachy“, vielleicht können wir das zukünftig auch für unsere weitere Arbeit besser nutzen.

Weitere positive Aspekte sind:

  • Teams haben von regelmäßigen, standardisierten Debriefings profitiert
  • Teams sind zusammen gewachsen, erleben sich stark und verlässlich, was die Resilienz erhöht
  • Digitalisierung: was geht nicht alles plötzlich digital und gut!
  • Homeoffice

Lassen Sie uns gemeinsam Safety II umsetzen, wo genau und warum waren wir erfolgreich? Lassen Sie uns aus den Stärken lernen und dies in der Zukunft mehr nutzen!

Autor

Dr. Ruth Hecker

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