Baden-Württemberg

Sana schließt Krankenhaus in Bad Wildbad

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Sana schließt Krankenhaus in Bad Wildbad
© Sana-Kliniken

Sana stellt die akut-stationäre Versorgung in der Klinik und im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Bad Wildbad zum 31. Juli ein. Die Mitarbeitenden sollen Angebote für Anschlussbeschäftigung im Klinikverbund Südwest erhalten. „Der Schritt, sich nach langer Zeit aus dem akut-stationären Angebot in Bad Wildbad zurückzuziehen, fällt uns nicht leicht, doch wir sind zuversichtlich, dass unsere im vergangenen Jahr angestoßene Prüfung eines veränderten Standortkonzeptes nun hoffentlich zu dem Ergebnis führen kann, dass allen Mitarbeitern eine klare Weiterbeschäftigungsperspektive aufgezeigt werden könnte“, erklärt Andreas Ruland, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG.

In den vergangenen Jahren hätte der Klinikträger immer daran gearbeitet, den stationären Betrieb in Bad Wildbad aufrecht zu erhalten. Trotz erheblicher Investitionen in eine neue Immobilie und der Neuausrichtung des medizinischen Angebots habe sich die Patientennachfrage nicht nachhaltig erhöht, heißt es in einer Mitteilung. „Am gravierendsten ist die bereits seit einigen Jahren zu verzeichnende sinkende Auslastung im stationären Bereich der seit langem etablierten Fachbereiche für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie. Zwar haben wir auf diese Entwicklungen reagiert, immer wieder strukturelle Veränderungen vorgenommen und neue Fachbereiche etabliert, doch letztendlich ist es nicht gelungen, diesem Trend wirksam entgegenzuwirken", so Ruland. Hinzu komme, dass das Klinikum über keine Intensivstation verfüge und die Notaufnahme nicht die gesetzlichen Voraussetzungen zur Basisnotfallversorgung erfülle. Durch Personalwechsel im vergangenen Jahr sei die Orthopädie praktisch komplett zum Erliegen gekommen. Auch die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte an den Bad Wildbader Klinikstandort gelinge nicht mehr. Auch gesetzgeberische Vorgaben würden die Zukunftsfähigkeit hochproblematisch machen, zu nennen seien hier Pflegepersonaluntergrenzen, Mindestmengenvorgaben oder Vergütungsabschläge in der Notfallversorgung sowie die Ausgliederung der Pflege aus dem DRG-System.

Wie der Klinikverbund Südwest mitteilt, zeichne sich ab, dass die Kreiskliniken Calw mit den Standorten in Calw und Nagold die Mitarbeitenden der Sana-Klinik sowie gegebenenfalls des MVZ übernehmen werden. Dem Vorgehen habe der Calwer Kreistag in einer Sondersitzung am Montag zugestimmt. Auch die Patientenversorgung bleibe durch den Klinikverbund Südwest mit den Standorten in Calw und Nagold weiterhin gewährleistet. Damit gehe ebenfalls die Notfallversorgung mit den Notarztstandorten in Bad Wildbad und Schömberg einher, deren Betrieb zukünftig über die Kreiskliniken Calw gGmbH sichergestellt werde. Von der Schließung nicht betroffen ist das Neurologische Rehabilitationszentrum Quellenhof.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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