Sozialplan

Brüderklinikum Julia Lanz kündigt knapp 200 Mitarbeitenden

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Brüderklinikum Julia Lanz kündigt knapp 200 Mitarbeitenden
Kündigungen am Brüderklinikum Julia Lanz: Betroffen sind nahezu alle Berufsgruppen, darunter auch Mitarbeitende aus Küche, Reinigung und Verwaltung. © Getty Images | PUGUN SJ

Die Sozialplanverhandlungen am Brüderklinikum Julia Lanz sind abgeschlossen. Die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen fällt demnach deutlich geringer aus als im Herbst 2025 erwartet.

Wie das Brüderklinikum Julia Lanz mitteilt, verlieren insgesamt 194 Mitarbeitende an beiden Standorten ihren Arbeitsplatz. Ursprünglich hatte die Klinikleitung mit bis zu 350 Vollzeitäquivalenten gerechnet.

Alle Stellen von Pflegefachpersonen und Pflegehelfern mit mindestens einjähriger Ausbildung in der direkten Patientenversorgung bleiben demnach erhalten. Für die verbleibenden Beschäftigten sieht der Sozialplan eine Bestandsschutzregelung vor.

Regionalleiterin Ulrike Heesemann bezeichnet die Gespräche als „intensiv, aber zu jeder Zeit konstruktiv“. Die MAV-Vorsitzenden der beiden Häuser, Reimar Lamadé und Bilal Bulut, schlossen sich dieser Einschätzung an: „Nun haben wir aber ein Ergebnis, dass auch für die verbleibenden Mitarbeitenden eine Zukunft zeichnet.“

Nahezu alle Berufsgruppen betroffen

Am Dienstag informierte die Klinikleitung alle betroffenen Personen persönlich über die Entscheidung. Die Zahl der Kündigungen verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf das Theresienkrankenhaus und das Diako. In den 194 Fällen enthalten sind auch die bereits Ende 2025 ausgesprochenen Kündigungen in ärztlichen Bereichen, deren Abteilungen zum 31. Dezember 2025 geschlossen wurden. Betroffen sind nahezu alle Berufsgruppen, darunter auch Mitarbeitende aus Küche, Reinigung und Verwaltung.

Das Klinikum will Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung bieten. Zudem wurden Abfindungen vereinbart, deren Höhe der Sozialplan regelt.

Die Sozialplanverhandlungen bilden den Abschluss der medizinstrategischen Neuausrichtung des Brüderklinikums. Die Klinikleitung hat die ursprünglich langfristig geplante Konzentration der stationären Versorgung am Standort Diako auf das Jahr 2026 vorgezogen. Damit reagiert das Klinikum nach eigenen Angaben auf wirtschaftliche Herausforderungen.

cs

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