Projekt "PEAK"

Studie untersucht Akzeptanz von KI in der Gesundheitsversorgung

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Studie untersucht Akzeptanz von KI in der Gesundheitsversorgung
© GettyImages/ipopba

Das Projekt "PEAK" (Perspektiven des Einsatzes und Akzeptanz Künstlicher Intelligenz in der Versorgung) untersucht unabhängig vom Krankheitsbild die Sichtweisen von Ärzten, Patienten und der Allgemeinbevölkerung auf Künstliche Intelligenz (KI) und berücksichtigt dabei auch ethische Aspekte. "Projekte, die sich mit KI befassen, gibt es einige, allerdings oft auf ein Krankheitsbild und eine konkrete Zielstellung ausgerichtet", sagt Projektinitiator Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk vom Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Universitätsmedizin Halle. Bei der Studie gehe es auch um die Frage, wie weit KI gehen darf. Die gewonnen Erkenntnisse sollen in die Versorgungssituation im Alltag einfließen. 

Bereits in vielen Gebieten kommt KI zum Einsatz, etwa bei der Diagnose und Eingrenzung von Krankheiten, etwa beim Hautkrebsscreening. Bisher ist jedoch nicht systematisch erfasst, welche Arten der KI in welchen Einsatzgebiet der medizinischen Versorgung bereits genutzt werden. Auch das soll im Rahmen des Projekts erarbeitet werden. Zudem könnten weitere Einsatzgebiete und eventuelle Lücken identifiziert werden, heißt es in einer Mitteilung der UK Halle. "Im Ergebnis unserer Forschung werden wir dann Empfehlungen, zum Beispiel zum Design KI-gestützter Systeme und Verfahren erarbeiten, die dazu beitragen sollen, die Akzeptanz bei Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patientenzu stärken. KI soll dabei als Unterstützung in der Versorgung dienen. Sie kann keine Erklärungen liefern, die Interpretation von Ergebnissen einer KI-basierten Diagnostik bleibt Aufgabe von Medizinerinnen und Medizinern", sagt  Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch von der Universität Erlangen-Nürnberg.

An der Studie sind die Universitätsmedizin Halle und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt. In einer größeren Stichprobe werden 500 Ärztinnen und Ärzte sowie rund 1.800 Patientinnen und Patienten sowie Mitglieder der Allgemeinbevölkerung befragt. Eingebunden sind zudem auch die Kooperationspartner des SMITH- und des MIRACUM-Konsortiums, denen die Universitätsmedizin Halle und Universität Erlangen-Nürnberg angehören sowie das Forschungspraxennetzwerk Halle-Leipzig und die halleschen Institute für Allgemeinmedizin sowie für Geschichte und Ethik in der Medizin. Das Projekt läuft über drei Jahre und wir mit rund 811.000 Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses gefördert.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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