Das Zentralinstitut der Kassenärzte (ZI) hat einen Trendreport für die vertragsärztliche Versorgung der zurückliegenden Jahre veröffentlicht. Das ZI hatte während der Covid-19-Pandemie einen regelmäßigen Trendreport zur Inanspruchnahme der vertragsärztlichen Versorgung veröffentlicht. Der jetzt veröffentlichte Trendreport ersetzt das bisherige Format und hat sich zum Ziel gesetzt, auf Basis der final geprüften bundesweiten Abrechnungsdaten weiterhin einen Überblick über die Entwicklung in der vertragsärztlichen Versorgung zu geben. Der Berichtszeitraum der aktuellen Ausgabe erstreckt sich über das 1. Quartal 2021 bis zum 2. Quartal 2025. Die Gesamtfallzahl lag im Jahr 2022 bei 578 Millionen Behandlungsfällen, 2023 waren es 576 Millionen Fälle und 2024 rund 580 Millionen Fälle. Der 117-seitige Bericht ist auf der Seite des ZI herunterladbar.
Im 1. Halbjahr 2025 sind insgesamt 292,3 Millionen Behandlungsfälle in der ambulanten Versorgung dokumentiert worden. Damit sind die Fallzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 1,1 Millionen um 0,4 Prozent geringfügig abgesunken. Beim Vergleich der Behandlungsfallzahlen der ersten Halbjahre 2025 und 2024 zeigten sich in der Psychotherapie und Psychiatrie Zuwächse (3,4 Prozent). Im 1. Halbjahr 2025 erhöhte sich die Fallzahl bei den Einzeltherapien gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 22.000 (1 Prozent) auf insgesamt 2,2 Millionen und bei den Gruppentherapien deutlich um 45.000 (25,1 Prozent) auf insgesamt 223.000. In den übrigen Versorgungsbereichen waren die Zahlen annähernd auf dem Vorjahresniveau oder leicht rückläufig: Im hausärztlichen Bereich mit einem leichten Minus von 263.000 Fällen (0,3 Prozent), bei den Fachärzt:innen mit einem marginalen Rückgang von 174.000 Fällen (minus 0,1 Prozent) und in der Kinder- und Jugendmedizin mit minus 435.000 Behandlungsfällen (minus 3 Prozent). Bezogen auf die einzelnen Fachgruppen sind für das 1. Halbjahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum die größten relativen Fallzahlzuwächse in der Strahlentherapie (5,9 Prozent), der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (5,7 Prozent), der Neurologie (4,9 Prozent), der Endokrinologie (4,1 Prozent) und in der nichtärztlichen Psychotherapie (3,9 Prozent) zu erkennen. Die deutlichsten relativen Rückgänge gab es bei den sonstigen Ärztinnen und Ärzten (minus 12,9 Prozent), den Nervenärztinnen und -ärzten (minus 7 Prozent), den Internistinnen und Internisten ohne Schwerpunkt (minus 4,6 Prozent), den schwerpunktübergreifend tätigen Internistinnen und Internisten (minus 3,9 Prozent) und den Anästhesistinnen und Anästhesisten (minus 3,6 Prozent).
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