Führungskräfteentwicklung

Warum Lernen im Klinikmanagement anders läuft

  • Strategie
  • Titel
  • 01.04.2026

f&w

Ausgabe 4/2026

Seite 302

Führung in Kliniken entsteht selten im Seminarraum. Vier Führungskräfte zeigen, warum Erfahrung, Verantwortung und Coaching wichtiger sind als Zertifikate – und wie Lernen im Alltag gelingt. 

Führung in Kliniken entsteht selten im Seminarraum. Vier Führungskräfte zeigen, warum Erfahrung, Verantwortung und Coaching wichtiger sind als Zertifikate – und wie Lernen im Alltag gelingt. 

Wie wird man eigentlich Visionär? Noch dazu: Visionär mit Herz und Verstand? Wo gibt es das Zertifikat, das sagt: „Dieser Mensch ist weit- und umsichtig, der wird diese Klinik voranbringen“? Nachfrage bei einer, die es wissen muss: Michelle Berg ist seit Anfang Januar Mit-Geschäftsführerin der Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken. Es ist ihr Haus, das per Stellenanzeige eben diese visionären Menschen „mit Herz und Verstand“ ins Boot holen möchte.

Ebenfalls in der Annonce gefordert: Multitaskingfähigkeit, unternehmerisches Gespür, Krisenfestigkeit. „Der Alltag in einer Klinik ist laut, komplex und fordernd“, erklärt die 32-Jährige. Topmanager bräuchten daher vor allen Dingen: Disziplin und Fokus. „Wer führen will, muss Prioritäten setzen, dran- und handlungsfähig bleiben – auch unter Druck.“

Eine reine Charakterfrage also? Oder etwas, was man sich aneignen kann? Lernen könne man solche Kompetenzen schon, sagt Berg. Aber nicht in einem Seminarraum – oder zumindest nicht nur. „Man erarbeitet sie sich durch Verantwortung im Alltag, durch Herausforderungen und komplexe Projekte.“ Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin übernahm während eines Traineeprogramms bei Agaplesion kurzerhand die Assistenz der Pflegedirektion, baute als Pflegedienstleiterin über Nacht eine Covid-Intensivstation auf, führte als Pflegedirektorin neue Pflegevisiten ein.

Berg gehört zu den etwa zehn Prozent der Klinikgeschäftsführer in Deutschland, die laut einer Erhebung des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) aus dem Jahr 2021 eine Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung absolviert haben. Der überwiegende Teil der Topmanager (87 Prozent) hat dagegen eine kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Grundqualifikation.

Auch die Führungsetage wird multiprofessionell

„Grundsätzlich ist nach wie vor eine fachliche Ausbildung eine gute Grundlage für das Klinikmanagement“, sagt Roland Strasheim von der Düsseldorfer Management- und Beratungsgesellschaft HC&S. Der gelernte Arzt arbeitet seit Jahren im Klinikmanagement, zuletzt unter anderem in der Marienhaus-Gruppe und als Geschäftsführer der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein. Bei HC&S übernimmt er heute Managementmandate.

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