Einstellungsgespräch

Auf die leisen Töne achten

  • Personal
  • Management
  • 05.02.2026

f&w

Ausgabe 2/2026

Seite 169

Daniela Harsch ist Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Tübingen.
Daniela Harsch, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Tübingen, spricht über ihr erstes Vorstellungsgespräch, skurrile Situationen im Recruiting, tägliche Herausforderungen in einem Haus mit mehr als 11.000 Beschäftigten.

Wie lief Ihr erstes Einstellungsgespräch?

Das erste „richtige“ Vorstellungsgespräch hatte ich, als ich mich nach dem Abitur für ein duales Studium beworben habe. Da ich den Ausbildungsplatz bei der Allianz bekommen hatte, ist es vermutlich recht gut verlaufen – auch wenn mir viele der Fragen zunächst fremd waren. Ich war nicht geübt darin, mich selbst „zu verkaufen“. An mein erstes Gespräch, bei dem ich jemanden einstellte, kann ich mich nicht im Detail erinnern. Es war sicher am Uniklinikum in Ulm und wir hatten, als ich dort gerade angefangen hatte, sehr viele Assistenzarztstellen und wissenschaftliche Stellen zu besetzen. Ich weiß allerdings, dass mir damals erstmals bewusst wurde, dass es nicht nur auf die Qualifikation ankommt – sondern immer auch darauf, ob eine Person wirklich zu der Stelle und zum Team passt.

Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis während eines Bewerbungsgesprächs?

Als Bewerberin war es ein Gespräch, bei dem mir in einem kleinen Raum etwa acht Personen gegenübersaßen und mir die einzelnen Rollen nicht klar waren. Mich hat diese große Anzahl an Personen zunächst sehr verunsichert. Deswegen erkläre ich seither Bewerberinnen undBewerbern bei Gesprächen, die ich führe, immer, welche Person aus welchen Gründen beim Gespräch dabei ist. Und noch eine etwas lustige Geschichte: In einem Einstellungsgespräch, das ich führte, begann ich zur Auflockerung mit Small Talk und sagte der Bewerberin, dass wir auf derselben Schule waren. Ihre Antwort: „So alt ist die Schule schon?“

Was war zuletzt Ihre größte berufliche Herausforderung?

In meinem Beruf kann ich nicht die eine große Herausforderung nennen. Sicher ist eine der Herausforderungen die beständige Überprüfung der Priorisierung der Themen. Und auch auf die leisen Töne zu achten, nicht nur die lauten. In einem Klinikum mit mehr als 11.000 Beschäftigten passieren jeden Tag auch Dinge, mit denen ich selbst nie gerechnet hätte. Es braucht viel Flexibilität, dann schnell und angemessen zu reagieren. Wichtig ist mir, dabei nie den Humor zu verlieren.

Die drei meistgenutzten Apps auf Ihrem Smartphone sind … ?

Outlook, Kalender und Whatsapp.

Was tun Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, um zu entspannen?

Bergsport in jeder Art. Von Abfahrtsski über Skitouren bis hin zu langen

Wanderstrecken oder Klettertouren im Hochgebirge.

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