Hygiene

Kritik an MRSA-Screening

  • News des Tages
iStock_000077131067_Large.jpg
© iStock.com/eyegelb

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie und Leiter der Infektiologie der Klinik I an der Uniklinik Köln, Gerd Fätkenheuer, plädiert für ein Ende des flächendeckenden MRSA-Screenings in Krankenhäusern und die Isolation befallener Patienten. Die Politik des Wegsperrens entbehre „einer wissenschaftlichen Grundlage“, schreibt Fätkenheuer in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Unter anderem bezieht sich Fätkenheuer auf eine aktuelle Studie britischer Wissenschaftler im Fachblatt „Lancet Infectious Diseases“.

Der Mediziner schreibt in der FAZ: „Obwohl bereits andere qualitativ hochwertige Studien die Ineffektivität des MRSA-Screenings gezeigt hatten und obwohl inzwischen auch für MRSA-Infektionen sehr gute Behandlungsmöglichkeiten bestehen, müssen deutsche Kliniken bisher an dieser Praktik festhalten.“ Es sei höchste Zeit, dass dieses vorgeschriebene Prozedere revidiert werde und dass Hygienevorschriften an der vorhandenen wissenschaftlichen Evidenz ausgerichtet würden. Dies sei im Interesse der Patienten, diene aber auch der „Entlastung der Kliniken von aufwendigen und überflüssigen Maßnahmen“.

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche


Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich