Medizinisches Ersteinschätzungsverfahren SmED

Weniger Patienten an Notaufnahme vermittelt

  • Notfallversorgung
Weniger Patienten an Notaufnahme vermittelt
© iStock.com/Poike
Das medizinische Ersteinschätzungsverfahren SmED rät 74 Prozent aller anrufenden Patienten zu einer ärztlichen Beratung und empfiehlt nur 24 Prozent den Besuch einer Notaufnahme. Dies geht aus einer Untersuchung des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) hervor. Das Institut hat die Zugriffszahlen aus dem SmED-Probebetrieb von 14 Kassenärztlichen Vereinigungen für den Zeitraum von April bis Dezember 2019 analysiert, um einen Überblick zu erhalten, mit welchen gesundheitlichen Beschwerden sich Patienten an die 116117 wenden. Nur etwa ein Prozent hatte die Software demnach gleich als Notfall erkannt und an den Rettungsdienst weitergeleitet. 

Seit Januar 2020 sind die Arztrufzentralen der KVen unter der Rufnummer 116117 des Patientenservice an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr für Anrufende erreichbar, die akut medizinische Hilfe suchen. Für lebensbedrohliche Notfälle gilt weiterhin die 112. Die medizinisch geschulten Disponenten der KVen werden dabei von der Software SmED unterstützt. Damit bewerten sie die Dringlichkeit des Behandlungsbedarfs und die angemessene Versorgungsebene. So soll direkt am Telefon eine klare Handlungsempfehlung über Ort und Zeit der weiteren Behandlung ausgesprochen werden.

Autor

 Lena Reseck

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