Corona-Update 13.12.

Höhere Sterblichkeit im Corona-Jahr 2020

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Höhere Sterblichkeit im Corona-Jahr 2020
© Pixabay/fernandozhiminaicela

+++ Impfstart für Fünf- bis Elfjährige +++

Bundesweit laufen in dieser Woche die Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden 2,2 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs an die pharmazeutischen Großhandlungen vertielt. Zusätzlich gebe es noch Länderkontingente. Wie die Zeit berichtet, wird für die Kinder ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Laut Stiko sollen von dem mRNA-Impfstoff zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Für jüngere Kinder gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff. [Quelle: Zeit]

+++ Pandemie führt zu Übersterblichkeit +++

Die Corona-Wellen haben in Deutschland zu einer Übersterblichkeit geführt, wie die Auswertung der Sterbefallstatistik des Statistischen Bundesamts zeigt. „Von März 2020 bis Mitte November 2021 sind in Deutschland mehr Menschen verstorben, als unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erwarten gewesen wäre. Der Anstieg der Sterbefallzahlen ist nicht allein durch die Alterung der Bevölkerung erklärbar, sondern maßgeblich durch die Pandemie beeinflusst“, sagte Christoph Unger, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes. 2020 starben bundesweit rund 985.600 Menschen, 46.000 (fünf Prozent) mehr als 2019. Wegen der Alterung der Bevölkerung wäre nur ein Anstieg von zwei Prozent (etwa 20.000 Fälle) zu erwarten gewesen. In den ersten zwölf Monaten der Pandemie von März 2020 bis Februar 2021 starben 7,5 Prozent oder fast 71 000 Menschen mehr als in den zwölf Monaten davor. Neu vorliegende Ergebnisse der Todesursachenstatistik geben erstmals Aufschluss über die Zahl der Verstorbenen, bei denen Covid im vergangenen Jahr als sogenannte Begleiterkrankung auf der Todesbescheinigung genannt war. Insgesamt starben 39.758 Menschen an Covid als Grundleiden und 8.102 Menschen mit Covid als Begleiterkrankung. Zusammen waren das 47.860 Verstorbene im Jahr 2020, bei denen Covid-19 entweder als Grundleiden die Haupttodesursache war (83 Prozent) oder als Begleiterkrankung zum Tod beitrug (17 Prozent). [Quelle: Destatis]

+++ CTK sagt alle nicht lebensnotwendigen OPs ab +++

Ab heute werden am Carl-Thiem-Klinikum (CTK) Cottbus keine geplanten Operationen mehr durchgeführt. „Wir wissen, dass es für jeden Patienten, der auf eine OP warten muss, eine Belastung ist. Dennoch sehen wir uns zu diesem drastischen Einschnitt gezwungen", so CTK-Chef Dr. Götz Brodermann. Seit Wochen steigt die Zahl der Covid-Patienten, Stand Freitag wurden 55 Patienten behandelt, davon 18 auf der Intensivstation. Wie das Klinikum mitteilt, wurden mittlerweile ettliche Stationen zusammengelegt beziehungsweise geschlossen, auch die Tageskliniken des CTK nehmen keine Patienten mehr auf. Somit stehen mehr Pflegekräfte und Ärzte für die aufwendige Versorgung der Coronapatienten zur Verfügung. Die Kapazitäten der Corona-Intensivstation wird zudem auf 24 Betten erweitert. Erste Patienten wurden auch bereits in andere Kliniken verlegt, unter anderem nach Berlin und nach Nordrhein-Westfalen. Die Versorgung von Krebs- und Notfallpatienten ist weiterhin sichergestellt, auch in der Geburtsklinik gibt es keine Einschränkungen. In Brandenburg wurde in der vergangenen Woche ein "Massenanfall von Erkrankten" ausgerufen. Durch die "Feststellung" dieses Ereignisses müsse eine abgestimmte Zusammenarbeit des Rettungsdienstes gewährleistet sein. Das bedeutet, dass die integrierten Regionalleitstellen die Verlegung von Patienten besser steuern können und die noch freien Kapazitäten bei den Kliniken optimal ausgenutzt werden können.  [Quelle: CTK]

+++ Schleswig-Holstein fordert finanzielle Hilfe für Kliniken +++

Um die Liquidität der Krankenhäuser zu sichern, müssten die Ausgleichszahlungen für Erlösverluste, die sich aus dem Verschieben oder Aussetzen planbarer Aufnahmen, Operationen oder Eingriffe ergeben, bis mindestens zum 19. März 2022 verlängert werden. Eine entsprechende Protokollerklräung gab die Kieler Landesregierung laut Staatskanzlei am Freitag im Bundesrat ab. [Quelle: dpa/Süddeutsche]

+++ München Klinik bringt Pflege-Zulage auf den Weg +++

Die München Klinik und Oberbürgermeister sowie Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Reiter bringen gemeinsam eine Zulage für Pflegeberufe auf den Weg. Neben einer außertariflichen Zulage für Beschäftigte in den besonders geforderten Pandemiebereichen ist auch eine Zulage zur dauerhaften Bindung von Beschäftigten in Bereichen vorgesehen, die vom Personalmangel besonders betroffen sind. Konkret ist eine Zulage für alle Pflegeberufe in Covid-Bereichen, das betrifft Normal-, Überwachungs- und Intensivstationen, sowie für pflegerische Beschäftigte in Bereichen, die besonders vom Personalmangel betroffen sind, vorgesehen. Die Zulage müsse formal auf den Weg gebracht werden und soll in den besonders von Personalmangel betroffenen Bereichen zunächst befristet für fünf Jahre ausgezahlt werden. Die Zulage ist Bestandteil eines Maßnahmenpakets, das ständig erweitert wird, um eine gute Perspektive und ein attraktives Arbeitsumfeld für Pflegekräfte zu schaffen. Um das Pflegepersonal zu entlasten, werden im kommenden Jahr nach und nach 50 Hilfskräfte für nicht-pflegerische Aufgaben eingestellt. [Quelle: München Klinik]

 

 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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