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Alb Fils Kliniken rechnen mit hohen Defizit

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Alb Fils Kliniken rechnen mit hohen Defizit
Piggy bank upside down on the shelf. © malerapaso

Die Alb Fils Kliniken rutschen tiefer in die roten Zahlen und rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einem hohen Defizit. "Wir gehen aktuell für das Jahr 2021 von einem Bilanzverlust in Höhe von circa zehn Millionen Euro aus", sagt der Kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schmid. Zunächst war man von einem Jahresergebnis in Höhe von minus 6,76 Millionen Euro ausgegangen. Im Geschäftsjahr 2019 lag das Defizit noch bei minus 6,6 Millionen Euro

Hauptursache für das Anwachsen des Defizits liegt im coronabedingten Erlösrückgang gegenüber den ursprünglichen Planungen. Im vergangenen Jahr wurden die pandemiebedingten Verluste noch durch den Rettungsschirm von Bund und Land kompensiert. "Dies ist jetzt bezogen auf den Rettungsschirm des Landes nicht mehr der Fall. Gleichzeitig müssen die Kliniken aber eine entsprechende Versorgungsstruktur vorhalten", sagt der medizinische Geschäftsführer Dr. Ingo Hüttner. Allein dadurch fehlen dem Klinikum drei Millionen Euro. Hinzu kommt der weiterhin anhaltende Personalmangel, vor allem in den Funktionsbereichen wie der Intensivversorgung, dem Anästhesie- und Operationsdienst. Auch auf den Normalstationen würde das Personal seit Monaten auf Anschlag arbeiten, was zu Leistungseinschränkungen führe. 

Die schwarze Null scheint auch in den kommenden Jahren in weiter Ferne zu sein, denn bis 2024 rechne das Klinikum weiterhin mit Defiziten in zweistelliger Millionenhöhe. Vor allem die Ausgaben für Personal - allein die Leasingkosten für Fremdpersonal werden für 2022 auf sechs Millionen Euro geschätzt - und Sachbedarf werden wesentlicher Kostentreiber bleiben. Ab 2024 rechne man mit einer leichten Ergebnisverbesserung.

Die Alb Fils Kliniken sind ein Klinikverbund mit den Standorten Klinik am Eichert (Göppingen) und der Helfenstein Klinik (Geislingen) mit 775 Planbetten und rund 2.500 Mitarbeitenden. Pro Jahr werden 31.000 Patienten stationär und 114.000 Patienten ambulant versorgt. 

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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