IT-Sicherheit

Ausfall der IT-Systeme an der Unimedizin Rostock

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Ausfall der IT-Systeme an der Unimedizin Rostock
© pixabay/geralt

In der Unimedizin Rostock ist es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zu einer Störung in der IT-Infrastruktur gekommen.

Wie das Uniklinikum mitteilt, gab es am Abend zuvor regulär eingeplante Wartungsarbeiten. Arbeiten an Netzwerkkomponenten hätten dazu geführt, dass das zentrale Rechenzentrum nicht erreichbar war. Da alle wichtigen klinischen Anwendungen über dieses Rechenzentrum bereitgestellt werden, standen diese für die medizinische Versorgung kurzfristig nicht zur Verfügung, heißt es weiter. Ein entsprechendes IT-Ausfallkonzept kam zum Einsatz, das für solche Situationen festlegt, wie die Patientenversorgung ohne IT-System erfolgt.

In der Nacht habe die IT daran gearbeitet, alle Systeme wieder kontrolliert hochzufahren und für die klinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Gegen 9 Uhr waren alle relevanten Systeme einsatzbereit und die klinischen Prozesse wurden auf Normalbetrieb umgestellt. Das Corona-Testzentrum konnte ab 9 Uhr regulär die Abstriche vornehmen. "Die Patientenversorgung war jederzeit gesichert und niemand kam zu Schaden", so das Klinikum in einer Mitteilung. 

Cyberangriff war nicht die Ursache

„Die aufgetretene Störung ist nicht durch einen IT-Sicherheitsvorfall oder Cyberangriff entstanden. Die Situation ist auf einen Fehler in den eingesetzten Netzwerkkomponenten zurückzuführen. Der Fehler hätte so nicht auftreten dürfen, da die eingesetzten Komponenten den Anforderungen einer Hochverfügbarkeit unterliegen. Der Hersteller der IT-Komponenten analysiert derzeit den aufgetretenen Störfall. Mit den Ergebnissen werden Maßnahmen ergriffen, damit eine solche Situation in Zukunft vermieden werden kann“, sagt IT-Leiter Thomas Dehne. Man sei durch regelmäßige sogenannte Penetrationstests, IT-Sicherheitsaudits und Notfallkonzepte auf solche Situationen vorbereitet, auch wenn sie eigentlich nicht auftreten sollen, so Dehne.

Vor wenigen Wochen legte ein Hacker-Angriff die Notfallversorgung des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) mehrere Tage lang lahm. Erst knapp einen Monat später versorgte das UKD wieder so viele Patienten wie zuvor. Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor und stv. Vorstandsvorsitzender, berichtet in der neuen f&w, die im Januar erscheint, wie er die Ausnahmesituation erlebt hat. 

Autor

 Christina Spies

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