Patientenportale

Digitalisierungsoffensive in Hessen gestartet

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Digitalisierungsoffensive in Hessen gestartet
© GettyImages/Jackie Niam

Mehr als 100 Kliniken in Hessen wollen mit digitalen Patientenportalen die Kommunikation mit Patienten modernisieren und komplett neu aufstellen. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) mitteilt, ermöglichen die Portale künftig vor, während und nach einem Klinikaufenthalt die direkte, digitale Kommunikation mit den Patienten, was zu einer verbesserten Qualität der medizinischen Versorgung beitragen werde. Insgesamt beteiligen sich 104 der 136 Kliniken im Land. 

Die Portale ermöglichen, dass die Patienten bereits vor der geplanten Aufnahme in die Klinik wichtige Behandlungsunterlagen wie Überweisungsscheine und Medikationspläne oder Daten aus der digitalen Patientenakte zur Verfügung stellen. Fragen zur Anamnese und zur geplanten Behandlung könnten künftig noch in der gewohnten Umgebung zu Hause beantwortet werden. Während des Klinikaufenthalts können Informationen über laufende Behandlungen via Smartphone oder Tablet abgerufen werden. "So werden sie während ihres stationären Aufenthaltes deutlich stärker als bisher begleitet, in die Behandlung eingebunden und in ihrem Tagesablauf unterstützt. Das erhört die Patientensicherheit und die Therapietreue während des Klinikaufenthalts", sagt Barbara Voß, Leiterin der TK-Landesvertretung in Hessen. 

Die TK in Hessen begrüßt die Digitalisierungsoffensive, die das "Zukunftsprogramm Krankenhäuser" des Bundes und der Länder möglich macht. In Hessen umfasst dieses Programm fast 314 Millionen Euro, die unter anderem für den Ausbau der digitalen Infrastruktur und der Informationssicherheit verwendet werden können. Vom zuständigen Bundesamt für Soziale Sicherung wurden bereits 70 Prozent der dort beantragten Summe bewilligt. Bereits im Januar gaben vier Psychiatrie-Träger bekannt, ein gemeinsames digitales Patientenportal zu planen. Mitgesellschafter ist unter anderem der hessische Klinikbetreiber Vitos. Auch beim Krankenhauszukunftsfonds wurden neben dem Fördertatbestand "Digitale Dokumentation" die meisten Anträge im Bereich "Patientenportale" gestellt.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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