Krankenhausstrukturreform

Lauterbach beruft Augurzky, Busse und 14 weitere in die Regierungskommission

  • Krankenhausplanung
Lauterbach beruft Augurzky, Busse und 14 weitere in die Regierungskommission
Karl Lauterbach © BMG/Thomas Ecke

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Mitglieder seiner Regierungskommission vorgestellt, die Vorschläge für eine Krankenhausstrukturreform machen soll. Die Mitglieder sollen schriftliche Stellungnahmen zu einzelnen Fragen der Krankenhausversorgung erarbeiten. Erste "Krankenhausreformen" kündigt das Ministerium für 2023 an. 

In der Kommission finden sich die Professoren Boris Augurzky und Reinhard Busse wieder, die schon im Corona-Expertenrat für Krankenhausfinanzierung gesessen hatten. Mitglied der Kommission ist auch der Internist Christian Karagiannidis, der bereits in jenem Expertenrat sitzt, der die Bundesregierung in Pandemiefragen berät. Außerdem gehören die ehemalige Chefin der Uniklinik Heidelberg, Irmtraud Gürkan (heute Aufsichtsrätin der Charité), Charité-Chef Heyo Kroemer und Sana-Qualitätsmanagerin Heidemarie Haeske-Seeberg der Kommission an.

Kritik kam umgehend aus der Selbstvewaltung. „Es wäre besser gewesen, die Kommission angemessen im Gesundheitswesen zu verankern, denn neben der wissenschaftlichen Theorie braucht ein solches Reformprojekt auch die Umsetzungskompetenz der Selbstverwaltung“, schreibt der GKV-Spitzenverband. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft ist ebenfalls kein Freund einer Kommission aus Wissenschaftlern. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem“, diagnostizierte DKG-Chef Gerald Gaß bereits vor Wochen. Aus dem Ministerium heißt es, die Kommission werde in den kommenden Tagen die Arbeit aufnehmen.

 

Mitglieder der Reformkommission

  1. Prof. Dr. Boris Augurzky, Kompetenzbereichsleiter Gesundheit im Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstitut (RWI).
  2. Prof. Dr. Reinhard Busse, Professor für Management im Gesundheitswesen an der TU Berlin.
  3. Prof. Dr. Tom Bschor, Koordinator der Regierungskommission Krankenhausversorgung, langjähriger Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie der Schlosspark-Klinik Berlin.
  4. Prof. Dr. Jörg Dötsch,  Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln.
  5. Michaela Evans, Direktorin des Forschungsschwerpunktes Arbeit & Wandel am Institut Arbeit und Technik (IAT) an der Westfälischen Hochschule.
  6. Prof. Dr. Dagmar Felix, Professorin für Sozialrecht an der Universität Hamburg.
  7. Irmtraud Gürkan, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Charité.
  8. Dr. Heidemarie Haeske-Seeberg, Vorsitzende der Gesellschaft für Qualitätsmanagement und Leiterin Qualitätsmanagement und klinisches Risikomanagement der Sana Kliniken AG.
  9. Prof. Dr. Martina Hasseler, Professorin für Klinische Pflege an der Ostfalia Hoschschule für angewandte Wissenschaften.
  10. Prof. Dr Stefan Huster, Professor für Öffentliches Recht, Gesundheits- und Sozialrecht und Rechtsphilosophie an der Ruhr-Universität Bochum.
  11. Prof. Dr. Christian Karagiannidis, Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Intensivmedizin und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin.
  12. Prof. Dr. Thorsten Kingreen, Professor für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht an der Universität Regensburg
  13. Prof. Dr. Heyo Kroemer, Pharmazeut und Pharmakologe und Vorstandsvorsitzender der Charité.
  14. Prof. Dr. Laura Münkler, Professorin für Öffentliches Recht (Verwaltungs- und Gesundheitsrecht) an der Universität Greifswald.
  15. Prof. Dr. Rajan Somasundaram, Ärztlicher Leiter in der Notaufnahme Campus Benjamin Franklin.
  16. Prof. Dr. Leonie Sundmacher, Professorin für Gesundheitsökonomie an der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften an der TU München.

 

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