Innovationsausschuss

Gesundheitskioske sollen Teil der Regelversorgung werden

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Gesundheitskioske sollen Teil der Regelversorgung werden
Gesundheitskiosk in Hamburg Billstedt/Horn © Gesundheit für Billstedt/Horn

Das Projekt "Invest Billstedt/Horn" aus Hamburg hat sich in der Praxis bewährt. Der Innovationsausschuss im G-BA empfiehlt es nun auch für andere sozial benachteiligte Stadtteile und Kommunen.

Es habe exemplarisch am Beispiel des Hamburger Ostens gezeigt, wie man die Gesundheit der Bevölkerung in sozial benachteiligten Stadtteilen verbessern und den Einsatz vorhandener Ressourcen optimieren kann. In dem Projekt wurden unter anderem Gesundheitskioske mit mehrsprachigen, wohnortnahen und besonders niedrigschwelligen Versorgungs- und Beratungsangeboten etabliert. Mit einem multiprofessionellen Gesundheitsnetzwerk konnten medizinische Versorgungsprozesse und die pflegerische Betreuung schnittstellenübergreifend verbessert werden. Das Projekt wurde für 45 Monate mit insgesamt ca. 6,3 Millionen Euro gefördert, beteiligt sind unter anderem die Optimedis AG, mehrere Krankenkassen und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Die Projektergebnisse weisen darauf hin, dass die erprobten Ansätze das Potenzial haben, die Gesundheitsversorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen und Kommunen sinnvoll zu ergänzen und zu verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung des G-BA. Daher empfiehlt der Innovationsausschuss eine Überführung von Ansätzen der neuen Versorgungsform in die Regelversorgung. Auch die neue Bundesregierung hat die Gesundheitskioske in ihrem Koalitionsvertrag aufgenommen. 

Positiv bewertet der Innovationsausschuss auch das Projekt "ARena – Antibiotika-Resistenzentwicklung nachhaltig abwenden", bei dem  Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützt werden können, Antibiotika nur ganz gezielt und nicht bei unkomplizierten Infektionen einzusetzen.  Bei dem Projekt aus dem Bereich der Versorgungsforschung untersuchte man anhand von Routinedaten aus der gesetzlichen Krankenversicherung, ob Kontroll-Darmspiegelungen leitliniengerecht erfolgen. 

Aus dem Bereich Versorgungsforschung wird das Projekt "KOL-OPT" empfohlen. Ziel des Projektes war es zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß es eine nicht leitliniengerechte Versorgung bei Kontroll-Koloskopien gibt und wodurch sie bedingt ist. Die im Projekt erzielten Erkenntnisse werden vom Innovationsausschuss nun an verschiedene Adressaten weitergeleitet.

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