Fusion

Im Erzgebirge soll eine Großklinik entstehen

  • Klinikmarkt
Im Erzgebirge soll eine Großklinik entstehen
© marchmeena29

Die Pläne der Fusion der kommunalen Krankenhäuser Erzgebirgsklinikum Annaberg, Kreiskrankenhaus Stollberg und Klinikum Mittleres Erzgebirge in Zschopau und Olbernhau nehmen Gestalt an. In einer Sitzung diskutierten Betriebsausschuss und Geschäftsführung die Bedingungen.

Zunächst wurde die Verschmelzungsrichtung thematisiert: Geplant sei eine Seitwärtsverschmelzung der Erzgebirgsklinikum Annaberg gGmbH (EKA) und der Klinikum Mittleres Erzgebirge gGmbH (KME) auf die Kreiskrankenhaus Stollberg gGmbH (KKH), wie das Klinikum mitteilt. Die fusionierte Krankenhausgesellschaft firmiere als Erzgebirgsklinikum gGmbH. Die bestehende Krankenhaus-Gesundheitsholding Erzgebirge GmbH als Dachgesellschaft der bisherigen drei Gesellschaften soll zu einem späteren Zeitpunkt auf die Erzgebirgsklinikum gGmbH verschmolzen werden.

Haustarifvertrag für Mitarbeiter

„Diesen Fusionsprozess können und wollen wir ohne Entlassungen umsetzen“, betont Geschäftsführer Marcel Koch. „Jeder Mitarbeiter an den vier Standorten kann auch in Zukunft einen Platz in der Erzgebirgsklinikum gGmbH finden.“ Die vier Häuser Annaberg, Stollberg, Zschopau und Olbernhau sollen dabei in jedem Fall erhalten werden. Zudem solle es in der fusionierten Gesellschaft künftig einen Haustarifvertrag geben, der Lohnkürzungen ausschließt und insbesondere im Bereich der Ärzte und Pfleger ein konkurrenzfähiges Lohnniveau abbildet.

Neben der Fusion der Krankenhausgesellschaft sollen auch die nichtmedizinischen Dienstleistungen der vier Häuser, wie unter anderem die Reinigung und die Speisenversorgung, vereinheitlicht und in zwei Tochtergesellschaften gebündelt werden. Ziel sei, keine weiteren Servicebereiche an externe Dienstleister auszulagern – wie bisher in Zschopau, Olbernhau und Annaberg – sondern diese wieder in die künftige Konzernstruktur der Krankenhausgesellschaft einzugliedern.

Bündelung der Vertragsarztsitze

Zudem wird es auch im Bereich der Medizinischen Versorgungszentren (MVZs) der aktuellen Gesellschaften strukturelle Veränderungen geben. So sollen alle Vertragsarztsitze der bisherigen MVZs, abgesehen von der Radiologie, künftig einer MVZ-Gesellschaft zugeordnet werden (bisherige Klinikum Mittleres Erzgebirge MVZ gGmbH). Alle radiologischen Vertragsarztsitze sollen in der künftigen Erzgebirgsklinikum gGmbH als MVZ weitergeführt werden.

Der Beschluss der genannten Punkte im Betriebsausschuss wurde kurzfristig verschoben und soll am 28. April 2021 erfolgen. Der nächste Schritt ist dann der für den 7. Juli 2021 geplante Beschluss der Fusion im Kreistag.

Autor

 Christina Spies

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche

Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich