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Kassen steigen aus Gesundheitskiosk aus

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Kassen steigen aus Gesundheitskiosk aus
© Gesundheit Billstedt/Horn

Vor wenigen Wochen hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) seine Pläne für 1.000 neue Gesundheitskioske präsentiert. Nun wurde bekannt, dass die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK den Vertrag für das Vorzeigeprojekt in Hamburg Billstedt/Horn gekündigt haben.

"Dies wurde kassenseitig explizit mit dem derzeit beratenen GKV-Finanzierungsstärkungsgesetz und den kürzlich verlautbarten Eckpunkten des Bundesgesundheitsministers zu dessen Gesundheitskiosken begründet", so der Mitinitiator des Gesundheitskiosks und Virchowbund-Vorsitzende Dirk Heinrich. "Lauterbach zerstört mit seiner erratischen und inkonsistenten Politik die gute Versorgung ausgerechnet in sozialen Brennpunkten." Die weitere Zukunft des Gesundheitskioskes hänge nun an den Verträgen mit den verbliebenen Kassen.

Wie der NDR berichtet, kritisieren die drei Ersatzkassen, dass der Gesundheitskiosk in erster Linie Leistungen anbiete, die es in den Stadtteilen sowieso schon gibt - etwa Beratungsangebote der Gesundheitsämter. Angesichts der schwierigen Finanzsituation könnten sich die Kassen diese teuren Doppelstrukturen nicht mehr leisten.

Im Februar dieses Jahres hatte der Innovationssausschuss im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Übernahme der Gesundheitskioske in die Regelversorgung empfohlen.

Autor

 Florian Albert

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