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KGNW: Morell an die Spitze gewählt

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KGNW: Morell an die Spitze gewählt
DEU, Deutschland, Germany, Berlin, 27.04.2017: Portrait Ingo Morell, stv. Vorsitzender kkvd. CKiD-Politiktalk, Positionen der christlichen Krankenhäuser in Deutschland, Veranstaltung des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (kkvd) und des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbands (DEKV), Hotel Aquino, Tagungszentrum Katholische Akademie. Foto: © Jens Jeske für kkvd © Jens Jeske/www.jens-jeske.de

Die Mitglieder der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) haben Ingo Morell einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt, teilte der Verband mit. Er wird den Staffelstab von Jochen Brink übernehmen, der das Ehrenamt des Präsidenten neun Jahre lang innehatte und nun in den Ruhestand gehen wird. Morell habe die Entwicklung der KGNW schon viele Jahre als Vizepräsident mitbestimmt. Der 63-Jährige ist außerdem Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH, Vorsitzender des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands und Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft

Zudem haben die KGNW-Mitglieder Sascha Klein, Geschäftsführer des Klinikums Oberberg, als Vizepräsidenten bestätigt und als weiteren Vizepräsidenten erstmals Dr. Matthias Ernst, Geschäftsführer am Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld, an die Verbandsspitze gewählt. 

Die Pandemie und Krankenhausplanung prägten die Bilanz der KGNW-Mitgliederversammlung. Matthias Blum, Geschäftsführer des Verbands, verdeutlichte auf der Veranstaltung, dass auf das neue Präsidium und den neu gewählten KGNW-Vorstand wichtige Weichenstellungen zukämen. 

Morell betonte zur herausfordernden Zeit für Kliniken und das Gesundheitswesen: „Wir wollten es lange nicht wahrhaben: Aber Corona ist nicht nur nicht weg, die Pandemie ist mit einer erschreckend mächtigen Welle zurückgekommen. Dabei haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern schon seit mehr als 20 Monaten bis zur Erschöpfung um das Leben so vieler Patientinnen und Patienten gekämpft. Oft mit Erfolg, oft aber leider auch nicht.“ Die Krankenhausträger seien dabei immer wieder bis an die Grenzen des wirtschaftlich Leistbaren und ins finanzielle Risiko gegangen, damit die Kliniken verlässlich als Rückgrat der Gesundheitsversorgung funktionieren konnten. „Jetzt in dieser vierten Welle darf es nicht soweit kommen, dass Krankenhäuser in Schieflage geraten“, verdeutlichte er, denn die bestehenden Schutzmechanismen laufen zum Jahresende aus. Die neue Bundesregierung müsse schnell einen neuen Ausgleich für das kommende Jahr einsetzen, forderte Morell abermals. Zugleich begrüßte er die jetzt im Bundestag debattierte Änderung des Krankenhausfinanzierungsgesetzes als Schritt in die richtige Richtung.

Auch die Landesregierung sehe der KGNW-Präsident in der Pflicht, denn für die 341 nordrhein-westfälischen Krankenhäuser gehe es 2022 um die zukünftigen Versorgungsstrukturen, sobald die neue Krankenhausplanung in 16 Versorgungsregionen konkret umgesetzt wird. „Wenn die Krankenhäuser durch Corona in wirtschaftliche Schieflage geraten, fehlt aber die notwendige Basis für solche Verhandlungen“, so Morell weiter. Entsprechend forderte er eine nachhaltige Finanzgrundlage für die Krankenhausplanung. Kliniken bräuchten genügend Luft, um Zukunftsthemen wie den Fachkräftemangel, die Digitalisierung und eine Klimaneutralität anpacken zu können.

Autor

 Anika Pfeiffer

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