Krankenhauspflegeentlastungsgesetz

KKVD: Entwurf setzt PPR 2.0 unzureichend um

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KKVD: Entwurf setzt PPR 2.0 unzureichend um
© GettyImages/ivstiv

Nach Kritik zum Entwurf des Krankenhauspflegeentlastungsgesetzes (KHPflEG) fordert der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) in einem Positionspapier unter anderem den Personalbedarf vor Ort zu ermitteln, einheitliche Bemessungsgrundlagen auf Basis eines Ganzhaus-Ansatzes festzulegen sowie das Personalbemessungsinstrument auf der Pflegepersonalregelung (PPR) 2.0 aufzusatteln.  

1. Personalbedarf vor Ort: Der Verband appelliert für eine Klarstellung zum Soll-Ist-Abgleich, der nicht auf Grundlage des Pflegelastkatalogs – und damit einer kalkulatorischen Datengrundlage –, sondern einzig auf dem vor Ort ermittelten Pflegebedarf vorgenommen werden soll. Nur nach einer vor Ort vorgenommenen Pflegebedarfsermittlung könne laut des KKVD eine Personalbemessung erfolgen, die den Personaleinsatz an den bestehenden Bedarfen ausrichte. Die Personalbemessung müsse einen flexiblen Personaleinsatz im Grade-Skill-Mix ermöglichen und einem Ganzhaus-Ansatz folgen, heißt es weiter. 

2. Einheitliche Bemessungsgrundlage: Die Personalvorgaben, die in den bisher bekannten Entlastungstarifverträgen vereinbart wurden, seien laut des Verbands nicht aus dem Pflegebedarf abgeleitet. Insofern sei „eine Festlegung des einzusetzenden Personals am Verhandlungstisch weder sinnvoll noch zielführend“, kritisiert der KKVD und fordert deshalb, den Tarifvorbehalt zu streichen.

3. Keine Verzögerung: Für den Verband sei zudem nicht nachvollziehbar, dass die Entwicklung eines wissenschaftlichen Personalbemessungsinstruments (§ 137 k SGB V) noch einmal verschoben werden soll. Der KKVD spricht sich daher für eine gesetzliche Klarstellung aus, dass das zu entwickelnde Personalbemessungsinstrument auf der Pflegepersonalregelung (PPR) 2.0 aufgesattelt werde.

Autor

 Anika Pfeiffer

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