Covid-19

Klinik- und Ärzteverbände wollen Impfkampagne anschieben

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Klinik- und Ärzteverbände wollen Impfkampagne anschieben
© Biontech

Ärzteschaft und Krankenhausträger appellieren an die Politik, eine Impfkampagne unbüraktrisch anzuschieben – und bieten ihre Hilfe an. Die KBV beteiligt sich nicht an der Initiative.

In einer gemeinsame Erklärung von Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG), Bundesärztekammer, Marburger Bund, Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, Verband der Leitenden Krankenhausärzte (VLK) und dem Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) heißt es: „Es gilt jetzt, zusammen zu stehen und alle Kräfte zu mobilisieren für eine möglichst schnelle Realisierung dieser Booster-Impfungen in Praxen, in Kliniken, in Impfzentren und durch Betriebsärzte oder mobile Impfteams.“ 

Krankenhäuser wollen mitimpfen

Die Krankenhäuser seien bereit, sich mit ihren Ressourcen an den Impfungen zu beteiligen. Voraussetzung dafür sei, dass die anfragenden Behörden den gesamten administrativen Prozess (Terminvergabe, Anmeldung und Dokumentation) sicherstellen. Gleichzeitig fordern die Klinikvertreter die Krankenkassen auf, Prüfungen des Medizinischen Dienstes in dieser prekären Situation zurückzustellen. Dadurch würden Kapazitäten im Medizinischen Dienst frei, die genutzt werden sollten, um den Impfprozess an den Krankenhäusern zu unterstützen. Im niedergelassenen Bereich werden sich Hausarzt- und Facharztpraxen neben der Versorgung aller weiteren Patienten intensiv in die Impfkampagne einbringen, heißt es in dem Papier. 

KBV macht nicht mit

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) beteiligt sich nicht an dieser Kampagne. Deren Chef Andreas Gassen hatte die Gefahr der vierten Welle am Vortag heruntergespielt. Am Donnerstag erreichte die Zahl der Neuinfektionen mit 52.970 eine neue Höchstmarke. In immer mehr Regionen Deutschlands sehen sich Kliniken einer stark wachsenden Zahl schwerkranker Covid-Patienten gegenüber. Die Folge ist, dass die Regelversorgung immer stärker zurückgeführt wird und Patienten auch überregional verlegt werden müssen. Dabei ist zu konstatieren, dass neben der deutlich überwiegenden Zahl der Ungeimpften auch immer mehr, vor allem ältere, geimpfte Personen in die Krankenhäuser eingeliefert werden, deren Impfschutz zum Teil schon deutlich länger als sechs Monate zurückliegt.

Ärzte fordern TV-Spots zur Aufklärung

Außerdem fordern die Verbände eine Informationskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowie der Krankenkassen. Laienverständliche, mehrsprachige Informationen über Auffrischungsimpfungen in Hörfunk- und TV-Spots sowie in den Sozialen Medien. 
 

Autor

 Jens Mau

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