Klarstellung des RKI

Priorisierungen von Patienten nicht notwendig

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Priorisierungen von Patienten nicht notwendig
© Fabian Fiechter für Unispital Basel

Eine Triagierung von Corona-Patienten ist in Deutschland derzeit noch nicht nötig. Darauf verweisen die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und die Fachgruppen COVRIIN beim Robert-Koch-Institut (RKI) in einer aktuellen Stellungnahme.

Das deutsche Gesundheitssystem sei zwar stark belastet. "Wir stehen aber derzeit NICHT an dem Punkt Priorisierungen von Patienten vornehmen zu müssen!“, heißt es. Auch sei der Fall einer möglichen regionalen Überlastung eindeutig geregelt. Patienten könnten dann innerhalb Deutschlands übergreifend verlegt werden. "Das DIVI-Intensivregister kann differenziert aufzeigen, in welchen weniger belasteten Regionen freie Intensivbetten zur Verfügung stehen. Durch das Verlegungskonzept können alle schwerkranken Patienten diese Betten auch erreichen", so die DIVI und die Fachgruppe.

Zuvor hatte T-Online berichtet, dass in einem Krankenhaus in Sachsen bereits mehrfach tragieren musste. "Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht", erklärte demnach der Ärztliche Direktor des Klinikums Oberlausitzer Bergland.

"Ich möchte mit Nachdruck deutlich machen, dass es aktuell noch freie Intensivbetten in Sachsen gibt und Patienten über die Krankenhausleitstellen dementsprechend verteilt werden“, stellt PD. Dr. Christian Kleber klar, Koordinator für die Verteilung von Covid-19-Patienten in Sachsen. "Bis heute wurden alle Anfragen bezügliches eines Intensivbettes an die Krankenhausleitstellen erfolgreich bearbeitet und zugewiesen". 

Die Fachgruppen "Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin" (COVRIIN) unterstützt und berät den Bund und die Länder bei übergeordneten Fachfragen in der überörtlichen Verlegung von Covid-19 Fällen.

Autor

 Florian Albert

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