Finanzspritze für Kliniken

Stoff-Ahnis fordert Reformen statt mehr Geld für Kliniken

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Stoff-Ahnis fordert Reformen statt mehr Geld für Kliniken
Stefanie Stoff-Ahnis © Regina Sablotny/Bibliomed

Die Klinikverbände warnen angesichts von Corona-Folgen und Inflation vor Insolvenzen und fordern eine Finanzspritze vom Bund. Der Kassenlobby reagiert darauf mit Kritik. „Es ist ein Reflex bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft geworden, notwendige Reformen durch immer mehr Geld von den Krankenkassen oder den Steuerzahlern zu vermeiden“, erklärt Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. In den letzten drei Jahren seien die Einnahmen der Kliniken um elf Milliarden Euro gestiegen, gleichzeitig habe sich die Anzahl der leerstehenden Betten von 23 auf 33 Prozent erhöht. „Mehr Geld für weniger Leistung ist kein tragfähiges Zukunftskonzept“, so Stoff-Ahnis. Für eine bedarfsgerechte Versorgung bräuchten die Kliniken nicht mehr Geld, sondern mehr Veränderung. Für Stoff-Ahnis muss die Politik drei Ansatzpunkte in den Fokus stellen, um die stationäre Versorgung wirtschaftlicher und bedarfsgerechter zu gestalten: „Schwer Kranke grundsätzlich in spezialisierte Kliniken, bedarfsnotwendige Kliniken auf dem Land wo notwendig extra fördern und Doppelstrukturen vermeiden.“ 

Gaß und Stoff-Ahnis plaudern im Podcast

Kassen und Kliniken sind derzeit in einer besonderen Situation: Beide fordern frisches Geld von Gesundheitsminister Karl Lauterbach und warten gleichzeitig auf die große Krankenhausreform. Die Positionen liegen weit auseinander, aber beide Seiten sind auch viel im Gespräch. Interessant ist in diesem Zusammenhang der neuste Podcast der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). DKG-Chef Gerald Gaß plaudert darin mit Stefanie Stoff Ahnis über die aktuelle Gesundheitspolitik

 

Autor

 Jens Mau

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