Im Interview berichtet Jonas Ehmig, Leiter der Business Unit Ambulant beim Klinikbetreiber Sana, aus der ambulanten Versorgung von prägenden Momenten, Herausforderungen bei der Restrukturierung eines MVZ und seinem Verständnis moderner Teamführung.
Wie lief Ihr erstes Einstellungsgespräch?
Interessanterweise hatte ich noch nie ein ganz klassisches Bewerbungsgespräch. Ich war schon immer im persönlichen Austausch mit Menschen aus der Gesundheitsbranche und habe über die Jahre ein großes Netzwerk aufgebaut. Somit haben sich meine bisherigen beruflichen Meilensteine oft dadurch ergeben, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und mit den Leuten über gute Lösungen gesprochen habe.
Was war Ihr einprägsamstes Erlebnis in einem Bewerbungsverfahren?
Das war während meines ersten Bewerbungsgesprächs als Geschäftsführer mit einer Auszubildenden im Krankenhaus, die aus einer anderen Praxis der Region zu uns in ein großes Haus nach Offenbach wechseln wollte. Ich habe im ersten Gespräch sofort gewusst, dass sie in unser Team passen würde. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Der erste Eindruck hat sich bestätigt, denn nur fünf Jahre später habe ich die junge Kollegin aufgrund ihrer Leistungen zur Praxis- managerin befördert. Das ist eine Erfolgsstory, die ich immer wieder gerne erzähle. Ich lege Wert auf ein Team, das an einem Strang zieht.
Was war zuletzt Ihre größte berufliche Herausforderung?
Die größte berufliche Herausforderung bisher war die Übernahme von einem großen Konstrukt medizinischer Versorgungszentren (MVZ), das wirtschaftlich in Schieflage geraten war. Gemeinsam mit meinem Team haben wir einen Plan für die Restrukturierung entwickelt und die Strategie neu aufgestellt. Jetzt läuft das MVZ wieder wirtschaftlich stabil.
In meiner neuen Rolle als Leiter der Business Unit Ambulant bei Sana werde ich in den kommenden Monaten bestimmt noch vor vielen weiteren Herausforderungen stehen. Aber auch hier gilt: Ich setze auf ein engagiertes und lösungsorientiert denkendes Team.
Die drei meistgenutzten Apps auf Ihrem Smartphone sind …
Whatsapp, LinkedIn und Google Maps.
Was tun Sie in Ihrer Freizeit am liebsten, um zu entspannen?
Seit dem letzten Sommer habe ich ein Gravelbike, auf dem bin ich viel unterwegs. Das hilft mir bei der Entspannung und bringt mich wieder auf neue Gedanken. Ansonsten sind wir viel mit dem Hund draußen unterwegs. Frische Luft ist immer gut.