KKH-Versicherte

12 Prozent Rückgang bei den stationären Operationen

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12 Prozent Rückgang bei den stationären Operationen
© GettyImages/Morsa Images

Die Zahl der stationären Operationen ging im vergangenen Jahr um durchschnittlich zwölf Prozent zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) bei Eingriffen an Mund, Nase und Ohren. Das zeigt eine Datenerhebung bei den KKH-Versicherten. 

Bei den Zahn- und Mandel-Operationen gingen die Eingriffe um 27,6 Prozent zurück, im Bereich Nase und Ohren um 26,5 beziehungsweise 24,7 Prozent. Den geringsten Rückgang verzeichnet die Kasse bei den Brustoperationen (minus sechs Prozent), die häufig wegen einer Krebserkrankung notwendig sind. Ebenso gingen Herz- und Lungen-Operationen nur um 6,5 beziehungsweise 7,6 Prozent. Bundesweit werden am häufigsten Eingriffe am Bewegungsapparat sowie am Verdauungstrakt vorgenommen, hier lag der Rückgang bei elf Prozent. Den größten Fallzahlrückgang bei den KKH-Versicherten gab es im April 2020 mit minus 39 Prozent. Bundesweit sind die Fallzahlen von Mitte März bis Mai 2020 um 55 Prozent zurückgegangen. Detaillierte Analysen zum Fallzahlrückgang gibt es im Klinik-Stresstest von BibliomedManager und Mediqon.

Der Rückgang an Operationen liegt nicht nur daran, dass plan- und verschiebbare Eingriffe im vergangenen Jahr reduziert wurden, um Klinikbetten für Covid-Patienten freizuhalten, sondern weil viele Menschen aus Angst vor einer Infektion nicht zum Arzt oder zu Vorsorgeuntersuchungen gegangen sind. Das belegen auch Zahlen, die beispielsweise Asklepios im Mai vergangenen Jahres veröffentlichte. Fresenius-Chef Stephan Sturm merkte im Dezember an, dass es bei Verzicht auf Vorsorgeuntersuchungen in den kommenden Jahren zu einer Übersterblichkeit von Krebspatienten kommen. Auch Patienten mit Schlaganfällen oder Herzinfarkten kämen oft viel zu spät in die Kliniken.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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