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13 Prozent weniger Behandlungsfälle und OPs

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13 Prozent weniger Behandlungsfälle und OPs
© ©Werner Krueper

Die Zahl der Behandlungsfälle und Operationen in deutschen Krankenhäusern ist im Jahr 2020 um 13 Prozent gesunken. Das entspricht 2,5 Millionen Fällen. Insgesamt wurden 16,4 Millionen Patienten stationär behandelt, davon wurden 6,4 Millionen Menschen operiert. Die Zahl der Operationen ging um 9,7 Prozent zurück

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war der Rückgang in der ersten Welle im April mit über einem Drittel (-35 Prozent) weniger Fällen als im Vorjahresmonat besonders stark. Insgesamt war die Zahl der stationären Behandlungen in fast allen Bereichen rückläufig. Besonders stark sanken die Zahlen jedoch in den medizinischen Fachgebieten, in denen nicht dringend erforderliche Behandlungen ausgesetzt werden konnten. Dazu zählen die Rheumatologie (- 21,5 Prozent), die Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde (- 21,2 Prozent) und die Pädiatrie (- 20,5 Prozent). Lediglich in der Kardiologie (+ 3 Prozent), Gastroenterologie (+ 2,6 Prozent) und der Geburtshilfe (+ 0,7 Prozent) stiegen die Fallzahlen. 

Anteil an Corona-Fällen

Insgesamt wurden 176.100 Patienten mit oder wegen einer Covid-Infektion behandelt. Vor allem ältere Menschen waren betroffen: 36 Prozent waren zwischen 60 und 80 Jahren, 33 Prozent über 80. 31 Prozent waren jünger. Die meisten Behandlungen fanden im Oktober (23.919 Fälle), November (54.282 Fälle) und Dezember (49.990 Fälle) statt. Im Februar berichtete die Zeit, dass zwischen 20 und 30 Prozent nicht wegen Corona in stationärer Behandlung waren, vielmehr wurde die Infektion zufällig entdeckt. Wie eine Studie der AOK ergab, mussten viele Covid-Patienten nach einer Behandlung erneut ins Krankenhaus.

 
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Autor

 Luisa-Maria Hollmig

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