Krankenhäuser positionieren sich

DKG pocht auf Änderungen bei Sicherstellungszuschlägen

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DKG pocht auf Änderungen bei Sicherstellungszuschlägen
Georg Baum © Deutsche Krankenhausgesellschaft

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert ein Umdenken bei den Sicherstellungszuschlägen. „Die Nicht-Berücksichtigung der Geburtshilfen durch den Beschluss des G-BA ist falsch und muss korrigiert werden“, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum am Mittwoch in Berlin. Nach derzeitigem Stand könne nur eine Handvoll Kliniken Sicherstellungszuschläge bekommen. Der Zuschlag werde zwar in den Parteiprogrammen gefordert, um die medizinische Daseinsvorsorge im ländlichen Raum zu gewährleisten. Jedoch werde dies nicht ohne Nachbesserungen erreicht werden. Bislang gilt der Zuschlag nur für die Innere Medizin und Chirurgie, jedoch nicht für die Geburtshilfe. Baum hatte diese Forderung bereits vergangene Woche auf dem 16. Nationalen DRG-Forum in Berlin an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe und die Krankenkassenvertreter gerichtet.

Baum forderte darüber hinaus, die Finanzierungsinstrumente der Betriebskosten weiterzuentwickeln. „Wir brauchen die vollständige Abbildung der Tarifentwicklung in den Landesbasisfallwerten“, so Baum. Bislang seien nur lineare Bestandteile abgebildet, doch auch strukturelle Tarifentwicklungen müssten refinanziert werden. Um Bürokratie abzubauen, solle der DRG-Katalog nur noch alle zwei Jahre erneuert werden. Darüber hinaus fordert die DKG ein bundesweites Programm, das die Dokumentationslast um 50 Prozent reduzieren soll. Der Anteil der Arbeitszeit für Dokumentation und Bürokratie solle auf maximal 20 Prozent begrenzt werden. 

Mit Blick auf die Investitionen in die Krankenhäuser beklagte DKG-Präsident Thomas Reumann eine Lücke in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Dem jährlichen Investitionsbedarf der Krankenhäuser in Höhe von über 6,5 Milliarden Euro stehe eine Investitionsförderung der Länder von rund 2,8 Milliarden Euro gegenüber, so Reumann. Die Investitionslücke erschwere den Erhalt und Ausbau der bestehenden Substanz und begrenze Investitionen der Krankenhäuser, zum Beispiel um die Sicherheit vor Cyberangreifen zu erhöhen und den Infektions- und Brandschutz zu verbessern. 

Auch beim Thema Digitalisierung müssten zusätzliche Investitionsmittel zur Verfügung gestellt werden, sagte Reumann. Bund und Länder betonten die Chancen der Digitalisierung für die medizinische Versorgung, stellten den Krankenhäusern die erforderlichen Investitionsmittel aber nicht bereit. „Wer das Thema ernst nimmt, muss ein mehrjähriges Sonderprogramm ‚Digitales Krankenhaus‘ des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr einrichten und zusätzlich über einen Digitalisierungszuschlag in Höhe von zwei Prozent eine nachhaltige Situation schaffen“, so Reumann.

Autor

 Hendrik Bensch

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