Neuausrichtung

Imland Kliniken: Bürger entscheiden gegen Umstrukturierung

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Imland Kliniken: Bürger entscheiden gegen Umstrukturierung
© GettyImages.com/AndreyPopov

Die Imland Kliniken in Rendsburg und Eckernförde sollen nicht umstrukturiert werden wie es der Kreistag im Februar beschlossen hatte: Wie der NDR berichtet, entschied das die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler bei einem Bürgerentscheid am Sonntag. 

Demnach stimmten 67,5 Prozent der Wähler im Kreis Rendsburg-Eckernförde laut vorläufigem Endergebnis mit "Ja" zur Grund- und Regelversorgung in Eckernförde. Damit bleiben dort Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe und Geriatrie erhalten. Die Psychiatrie soll am Standort in Rendsburg bleiben. Der Kreis wollte sie ursprünglich nach Eckernförde verlegen. Lediglich an den in einem anderen Konzept vorgesehenen Optimierung- und Sanierungsmaßnahmen an beiden Standorten halten die Wählerinnen und Wähler fest. 

Thema im Kreis am Donnerstag

Der Kreis wird sich in den kommenden Tagen mit dem Ergebnis auseinandersetzen. "Am Donnerstag werden wir im Hauptausschuss schauen, welche Möglichkeiten wir haben, dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. Es wird keine einfache Aufgabe", sagte Schulz dem NDR. Dabei sei auch das Gesundheitsministerium gefragt, das etwa der Wiedereröffnung einer Geburtshilfe in Eckernförde zustimmen muss. Wenn der Bedarfsplan für Eckernförde aber keinen medizinischen Bedarf sieht, sei der Bürgerentscheid nicht umsetzbar, so Schulz.

Finanzielle Schieflage erforderte Neuausrichtung

Die Imland Kliniken waren in eine finanziellen Schieflage geraten, weil beide Standorte teilweise im Wettbewerb zueinander standen, sagte Klinik-Chef Markus Funk im Mai im f&w-Interview. „Die Versorgungsbedarfsanalyse, die im Jahr 2021 von Curacon gemeinsam mit dem Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein gemacht wurde, kam zu der Erkenntnis, dass man heute in Eckernförde kein Krankenhaus mehr bauen würde.“ Den Startschuss für die Neuausrichtung gaben Funk zufolge die 15 Millionen Euro, mit denen der Kreis Imland unter die Arme greifen musste, um eine Insolvenz abzuwenden. 

Das Konzept für die Neuausrichtung der Imland Kliniken sah zwei Krankenhäuser vor, die miteinander arbeiten. Der Standort Eckernförde sollte zu einer internistisch-altersmedizinischen und psychiatrischen Klinik weiterentwickelt werden. Am Standort Rendsburg sollte eine Restrukturierung der klinischen Fachabteilungsstrukturen mit einer Bündelung der operativen Leistungen erfolgen.

Autor

 Christina Spies

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