Nach Schließung

Investor in Ehrang gesucht

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Investor in Ehrang gesucht
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Standort Ehrang © Bettina Leuchtenberg

Seit Dezember steht bereits fest, dass der Ehranger Standort des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen nicht wieder eröffnen wird. Nun wird nach einer passenden Nachnutzung für den ehemaligen Klinikstandort gesucht - und nach einem Investor. Mit Vertretern des Landkreises, der Stadt Trier und Trier-Ehrang wurden im Rahmen eines runden Tisches mögliche Verwendungszwecke für den ehemaligen Klinikstandort Ehrang ausgelotet, teilt das Klinikum mit. Man sei bestrebt, nach bestmöglichen Lösungen für die Ehranger Bürger zu suchen. "Dies soll in einem ersten Schritt durch die Entscheidung über eine optimale zukünftige Nutzung des Klinikgeländes in Ehrang realisiert werden. Zudem soll durch die weitere Entwicklung unserer Standorte Mitte und Nord der Wegfall des Standortes Ehrang maßgeblich kompensiert werden", sagt Christian Sprenger, Geschäftsführer des Klinikums. Nach Angaben von OB Wolfram Leibe soll über die zukünftige Verwendung des Klinikgebäudes zeitnah entschieden werden. 

Nach der Hochwasserkatastrophe im Sommer wurden zwischen 30 und 60 Millionen Euro Kosten für den Wiederaufbau und unmittelbare Folgekosten veranschlagt. Der Wiederaufbau würde drei bis fünf Jahre dauern, in denen auch die Patientenversorgung sichergestellt werden müsste. „Eine solche aufwendige Doppelstruktur kann das Mutterhaus personell, organisatorisch und finanziell nicht stemmen. Vor allem aber fehlt dafür die Zeit“, sagte der damalige Kaufmännische Geschäftsführer Oliver Zimmer. Daher fiel die Entscheidung, den Standort nicht wieder zu eröffnen

 

Mehr zum Thema: Nachnutzung von Kliniken

Für unsere Serie „Post mortem – Nachnutzung von Kliniken“ haben wir uns im gesamten Bundesgebiet umgeschaut und verschiedene Nachnutzungskonzepte von Kliniken vorgestellt. Eine Auswahl: 

  • Ein Fünf-Sterne-Traum: Aus der ehemaligen Schlossbergklinik in Oberstaufen soll ein Hotel werden
  • Ein Haus für alle: Das Vereinskrankenhaus im Südniedersächsischen Hann. Münden wurde zunächst als Unterkunft für Geflüchtete genutzt und ist nun ein Begegnungszentrum für alle Menschen der Stadt
  • Morbider Charme in luftiger Höhe: Ein Lost Place als Touristenattraktion, Filmkulisse oder Blumenbalkon: Die ehemaligen Beelitzer Heilstätten unweit von Berlin werden ganz unterschiedlich genutzt. Zum Beispiel auch als Baumkronenpfad.
  • Auf Betonwüste folgt Gesundheitscampus: in dem ehemaligen Bad Säckinger Spital in Baden-Württemberg entsteht ein neuer Gesundheitscampus, der Personal locken und vor allem ältere Patienten gut versorgen soll

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