Finanzierung

Klinikverbund Hessen begrüßt Förderung in Millionenhöhe

  • News des Tages
Klinikverbund Hessen begrüßt Förderung in Millionenhöhe
Black Stethoscope on money, on euro banknote, background illustrating expensive healthcare - medical concept. Costs for the medical insurance.

Das Land Hessen stockt die Krankenhausfördermittel um 160 Millionen Euro auf. Kurz- und mittelfristig gibt es jedoch weiterhin Liquiditätsprobleme.

Die Fördermittel sind Bestandteil des Sondervermögens "Hessens gute Zukunft sichern". Insgesamt umfasst das Sondervermögen 12 Milliarden Euro, darin enthalten sind auch 120 Millionen für die Investitionsförderung der Krankenhäuser im Jahr 2021 sowie 40 Millionen Euro für die Beteiligung des Landes am Krankenhauszukunftsfonds des Bundes. "Dies ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um den Krankenhäusern in Hessen die Finanzierung notwendiger Invesititionen zu ermöglichen", erklärt der Vorstandsvorsitzende des Klinikverbunds, Clemens Maurer, in einer Mitteilung.

Die Fördermittel seien eine wichtige Teilentlastung für die Krankenhäuser, denen es aufgrund geringer Fallzahlen in Verbindung mit der aktuellen Unterfinanzierung der Pflegepersonalkosten nicht möglich sei, die ansonsten bestehende Finanzierungslücke zwischen der Investitionsfinanzierung des Landes und den notwendigen Investitionskosten aus anderen Einnahmen zu decken. Eine langfristige Lösung bringe der Zuschuss jedoch nicht. 

Das Geld hilft auch, die vom Bund geforderte Eigenbeteiligung bei Projekten des Krankenhauszukunftsfonds zu unterstützen. Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz fördert der Bund Projekte zur Digitalisierung und den Ausbau der Notfallversorgung, fordert dabei aber ein Drittel Eigenanteil des Landes oder der Krankenhäuser. Vor allem für kommunale Häuser sei es schwierig, diesen Teil aus Eigenmitteln zu stemmen. Die Fördermittel des Landes schaffen zwar Abhilfe, "es gibt jedoch nach wie vor kurz- und mittelfristige Liquiditätsprobleme in den Kliniken, die dringend auf Bundesebene gelöst werden müssen", fordert Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbundes. Dazu gehöre die Wiederaufnahme beziehungsweise Fortsetzung der Covid-Ausgleichszahlungen und eine vorläufige, deutliche Erhöhung des Pflegeentgeltwertes. "Bei fast allen unserer Mitgliedskrankenhäuser sind die Verhandlungen über das Pflegebudget 2020 noch lange nicht abgeschlossen, oft noch nicht einmal begonnen und dort, wo bereits verhandelt wird, zeichnet sich ein Scheitern ab", so Schaffert. Bis entsprechende Schiedsstellenentscheidungen vorlägen und Budgets genehmigt seien, müssten die Krankenhäuser den vorläufigen Pflegeentgeltwert abrechnen, der für die laufenden Pflegepersonalkosten viel zu niedrig sei. Auch die geplante Ausweitung der Untergrenzen für Pflegepersonal in der vorgesehenen starren Form sei für einen in der Krise erforderlichen Einsatz völlig ungeeignet. Deshalb müssten die gesetzlichen Grundlagen rasch angepasst werden, heißt es weiter.

Autor

 Luisa-Maria Hollmig

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Mit unserem täglichen Newsletter informieren wir bereits rund 10.000 Empfänger über alle wichtigen Meldungen aus den Krankenhäusern und der Gesundheitsbranche



Kontakt zum Kundenservice

Rufen Sie an: 0 56 61 / 73 44-0
Mo - Fr 08:00 bis 17:00 Uhr

Senden Sie uns eine E-Mail:
info@bibliomedmanager.de

Häufige Fragen und Antworten finden Sie im Hilfe-Bereich