Klinikreform

Hecken: Der G-BA steht bereit

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  • 20.12.2022

f&w

Ausgabe 1/2023

Seite 27

Josef Hecken

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Pläne für seine große Krankenhausreform präsentiert. Nun braucht er neue Verbündete, um das DRG-System und die Krankenhausplanung umzukrempeln. Das Fachmagazin f&w hat für die Januar-Ausgabe die wichtigsten Stakeholder befragt, wie sie die Vorschläge der Reformkommission bewerten. 

Aus Sicht von Josef Hecken, Unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), wäre es folgerichtig, auch das Selbstverwaltungsgremium mit der Umsetzung zu betrauen. 


   

"Die skizzierte Reform der Krankenhausfinanzierung ist ein fachlich vernünftiger Plan für die zwingend notwendigen Strukturanpassungen. Mit dem guten Ansatz der Regierungskommission besteht die Chance, die Versorgungsqualität bei komplexen Eingriffen zu steigern und gleichzeitig die wohnortnahe Basisversorgung zu sichern.

Es ist richtig, dass bei der Definition der Versorgungslevel auf etablierte Konzepte des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zurückgegriffen wurde: auf die von uns entwickelten Stufen der Notfallversorgung in Krankenhäusern sowie auf unsere Kriterien für den Anspruch auf Sicherstellungszuschläge. Bei der „Verfeinerung“ der Versorgungsstufe Level 3 könnten zudem unsere Qualitätsanforderungen für Zentren genutzt werden.

Mit den erwähnten Regelungen hat die gemeinsame Selbstverwaltung unter Beweis gestellt, dass sie zügig fachlich ausgereifte Konzepte entwickeln und in die Versorgung überführen kann. Deshalb – und weil dem Aspekt Qualität bei den künftigen Strukturvorgaben für die einzelnen Versorgungsstufen viel Gewicht zugesprochen wird – halte ich es für konsequent, dass der Gesetzgeber bei einer Krankenhausreform Umsetzungsaufgaben auch an den G-BA überträgt. Ein solcher Schritt ergibt sich logisch aus den bisherigen Aufgaben, mit denen der Gesetzgeber den G-BA beauftragt hat, nämlich bundeseinheitliche Vorgaben für Strukturen, Personal und Prozesse in Krankenhäusern zu definieren, um eine gute Patientenversorgung sicherzustellen."

Josef Hecken ist seit 2012 Unparteiischer Vorsitzender des G-BA.

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